„3G+ führt zu Schwarzarbeit“ - Friseur-Branche leidet unter Pandemie-Regeln

Lieber unter Auflagen legal als schwarz im Keller arbeiten, will der Vorstand der Erdinger Friseurinnung, hier vor dem Da Lipp in Pretzen
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Lieber unter Auflagen legal als schwarz im Keller arbeiten, will der Vorstand der Erdinger Friseurinnung, hier vor dem Da Lipp in Pretzen

Friseurbesuche sind nur noch für Geimpfte, Genesene oder PCR-Getestete möglich. Das stellt die Branche vor Herausforderungen

Erding – Wer dieser Tage seine Haare frisiert haben will, braucht dafür einen Impf- oder Genesenennachweis. Alternativ kann man auch einen aktuellen negativen PCR-Test vorzeigen – doch der ist mittlerweile nicht mehr kostenlos, sondern kostet oft mehr als der Friseurbesuch selbst. Das sorgt für ausbleibende Kunden und befeuert nur den Schwarzmarkt, befürchten die Friseure, auch aus Erding.

Harald Meier, Obermeister der Friseurinnung Ingolstadt-Pfaffenhofen, ruft alle Friseurbetriebe dazu auf, sich an die Landtagsabgeordneten ihrer Wahlkreise zu wenden. Denn: „Wenn ungeimpfte Kunden für den Friseurbesuch einen PCR-Test benötigen, werden sie genau eines tun, den Friseurtermin absagen“, ist er sich sicher. Sie würden sich dann lieber unkompliziert von einem Schwarzarbeiter bedienen lassen – eine Erfahrung, die die Handwerker bereits in den ersten beiden Lockdowns in der Pandemie machen mussten.

„Die Schwarzarbeit entzieht sich den Regeln und Kontrollen“, heißt es in Meiers Argumentation. „Wer sich schwarz die Haare machen lässt und sich mit Corona infiziert, wird das bei der Kontaktnachverfolgung niemals zugeben.“

Friseurbetriebe arbeiten bereits seit Mai 2020 mit sehr hohen Hygienestandards, sagt Meier. Dadurch sei die 3G-Plus-Regel „nicht sinnvoll, weil es ein Konjunkturprogramm für Schwarzarbeit und damit ein Infektionstreiber ist. Und nicht verhältnismäßig, weil zum wiederholten Male Branchen massiv in ihrer Tätigkeit eingeschränkt werden, die beim Infektionsgeschehen keine nennenswerte Rolle spielen.“ Außerdem bilde Schwarzarbeit keine jungen Handwerker aus, zahle keine Steuern und sabotiere das bestehende System nachhaltig. - mama

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