Das Wetter im Blick

AHA-Regeln auch beim Adventswetter? 2020 ist nichts unmöglich …

Diese Hagebutten wurden bereits in ein frostiges Kleid gehüllt
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Diese Hagebutten wurden bereits in ein frostiges Kleid gehüllt

Der Diplom-Forstwirt und Wetterprofi Christian König befasst sich mit dem Wetter, das uns erwartet

Erding – Eines lässt sich schon jetzt sagen: Dieser Dezember 2020 wird mit Abstand der denkwürdigste – seit Jahrzehnten! Und für die nötigen „AHA-Effekte“ sorgt – nein! – nicht die hartnäckig fortbestehenden Verhaltensregeln, sondern die weißen Überraschungen landauf landab. Ja, Sie lesen richtig. Es gibt tatsächlich diese grandiosen Unikate in Kristallform, direkt vom Himmel! Die älteren unter uns werden sich noch erinnern, wie dieses Phänomen hieß: Schneeee!

Und für die Minis aus der Kinderkrippe wird es ein riesiges „Hallo!“ geben, wenn draußen alles weiß ist und man da reinlangen kann, bis einem die Finger weh tun. Ob es allerdings gleich für so viel reicht, dass der gute alte Schlitten aus dem hintersten Eck im Keller gezerrt werden kann – oder muss; das steht wie so oft buchstäblich in den Sternen. Immerhin wäre es ein tröstlicher Ersatz für den Wegfall der sonst so ersehnten Weihnachtsmärkte, mit dem klassischen Glühweinduft und Punschwärme-Feeling.

Die Alternative wäre dann – und es soll an dieser Stelle beileibe nicht zum Alkoholkonsum verführt werden – das unter den Youngstern wohl bekannte „Vorglühen“ – geht ja auch alkoholfrei bestens! Unterschwellig bleibt eh ein gewisses mulmiges Gefühl, die ganze Vorweihnachts- und Adventszeit nicht so unbelastet zu erleben zu können wie sonst immer. Aber stimmt das denn überhaupt: sorgenfrei, unbeschwert? Wenn wir uns ehrlich machen, war es doch eigentlich für die meisten eine vermeintlich „staade Zeit“, von wegen zur Ruhe kommen. Da dominierten Jahresabschluss-Hektik, Überstunden, Einkaufsstress im dichten Shopping-Gedränge, Schnäppchenjagd und die Frage: was koche ich, wenn alle kommen etc. etc.

So locker-lässig-unbelastet war es doch fast nie. Hätten wir damals – also in der Menschheitsgeschichte vor Corona – auch nur ansatzweise geahnt, was da wenige Wochen später zunächst via Medien aus Fernost und dann volle Breitseite über Norditalien, Starnberg und Ischgl über uns hereinbrechen sollte … vielleicht hätten wir dann innegehalten und uns durchgerüttelt: was sind eigentlich echte Probleme, Belastungen, Prioritäten?! Vielleicht hätten wir dann noch kurz davor das letzte freie Weihnachten mal ganz anders und noch bewusster genossen, so manchen Familienstreit vermieden, keinen Frust über falsche Geschenke entwickelt u.v.m.

Aber: hätte, hätte, Fahrradkette – Solidarität und Verschwörungstheorien hin oder her; die Frage, ob es weiße oder Grüne Weihnachten gibt, ist plötzlich völlig zweitrangig. So schnell und unerwartet weht nun ein anderer Wind ... - Christian König

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