Verkehrssicherheitstag

„Ablenkung im Straßenverkehr“

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Bei der der Veranstaltung mussten unterschiedlichste Aufgaben gelöst werden.

Aktionstag für junge Fahranfänger an der Dr.-Herbert-Weinberger-Schule

Die Kreisverkehrswacht Erding hat auf Einladung der Staatlichen Berufsschule Erding einen Verkehrssicherheitstag (Motto „Ablenkung im Starßenverkehr“) auf dem Gelände der Berufsschule durchgeführt. Im Rahmen des Aktionstages konnten sich fast 200 Schüler an verschiedenen Aktionsständen über die Risiken durch Ablenkung im Straßenverkehr informieren.

18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben immer noch das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2017 verunglückten in Bayern insgesamt 20.108 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr, 167 junge Erwachsene kamen ums Leben. „Diese Schicksale sind uns nicht egal“, erklärte Schulleiter Dieter Link im Vorfeld der Veranstaltung. „Die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler ist uns sehr wichtig. Daher bieten wir auch in diesem Jahr zusammen mit der Verkehrswacht wieder einen Verkehrssicherheitstag an“, so Dieter Link.

Der Aktionstag 2018 stand unter dem Motto „Ablenkung im Straßenverkehr“. Dass Menschen nicht multitaskingfähig sind, konnten die jungen Verkehrsteilnehmer am Fahrsimulator und am Kettcar-Parcours selbst erfahren. Während der Fahrt auf einem Kettcar Rechenaufgaben lösen oder am Fahrsimulator Fragen auf einem Tablet beantworten. Bei diesen Aufgaben konnten die Teilnehmer feststellen, dass die Reaktions- schnelligkeit deutlich nachlässt, wenn zwei Tätigkeiten gleichzeitig koordniert werden sollen. Auch der Genuss von Alkohol trägt zu einer verminderten Reaktionsschnelligkeit bei. Mit Rauschbrillen wurde eine verzerrte Wahrnehmung der Umgebung simuliert.

Die Verkehrswacht demonstrierte anhand eines Überschlagsimulators, wie man sich nach einem Unfall aus einem Fahrzeug schnell und risikolos „befreien“ kann, falls es doch einmal zu einem Unfall gekommen ist. Geübt wurde, wie sich der Gurt unter Belastung öffnen lässt und wie sich die Fahrzeuginsassen dabei richtig abstützen und abrollen müssen. Auch die richtige Bergung von verletzten Personen aus umgekippten Fahrzeugen wurde von den Moderatoren der Verkehrswacht vorgeführt.

Unverständlich ist, dass im letzten Jahr wieder 61 Menschen in Bayern ums Leben kamen, die nicht angeschnallt waren. Welche Kräfte bereits bei einem Aufprall mit zwölf Kilometer/Stunde wirken, konnten die Teilnehmer am Aufprallsimulator spüren. „Die Einführung der Gurtpflicht hat zu einer deutlichen Reduzierung von verletzten und getöteten Personen beigetragen. Der alte Slogan - Erst gurten, dann starten - hat nach wie vor Gültigkeit“, erklärte Manfred Raubold von der Verkehrswacht Erding.

Der Aktionstag endete gegen 16 Uhr. Zahlreiche Gespräche wurden mit den Moderatoren an den Aktionsständen geführt. Die Teilnehmer waren vielfältig interessiert und wünschten sich für das nächste Jahr eine Wiederholung der Aktion. Die Kreisverkehrswacht Erding bedankt sich bei den Verkehrswachten aus Pfaffenhofen und Kelheim für die Unterstützung mit Simulatoren.

Der Verkehrssicherheitstag „Junge Fahrer“ der Deutschen Verkehrswacht wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. - Raubold

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Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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