Atmendes, grünes Herz für Erding

Durchwegs positiver Eindruck – Erdings Stadträte begutachten die fortgeschrittene Umgestaltung des Stadtparks. Martin Rist erläutert die Einzelheiten. Foto: Bittner

Zusammen mit Bürgermeister Max Gotz unternahmen Erdings Stadträte eine Rundtour durch den beliebten Stadtpark, um die seit Februar abgeschlossenen Rodungsarbeiten zu begutachten

Erding – Die Führung wurde vor allem von Bürgermeister Max Gotz sehr ernst genommen. Es sollte nicht nur ein schneller Blick über den Holz-Bauzaun geworfen werden. Alle betroffenen Teilbereiche des Parks wurden besichtigt. Martin Rist vom Landschaftsarchitekturbüro Narr-Rist-Türk aus Marzling und sein Team erläuterten die Einzelheiten und stellten sich den Fragen der Stadträte. „Als historisches Vorbild dient ein englischer Landschaftspark“, erklärte Rist. „Dabei sollen vor allem Freiräume durch Auslichtung entstehen, damit der Park atmen kann.“ Künftig wird das Wäldchen den Dreh- und Angelpunkt darstellen. Rundherum wird eine große Wiesenfläche gezogen, die alle Picknick-Liebhaber erfreuen wird. Ein weiteres Kernprojekt ist die Versetzung des Wilhelm-von-Diez-Denkmals. Dort wird künftig ein Seitenarm der Sempt entstehen, der eine kleine Insel umfließt. „Doch das Denkmal stand doch an Diez ‘Lieblingsstätte’“, so eine berechtigte Frage der Stadträte. Darauf Rist: „Das Denkmal wird nur um ein paar Meter versetzt, der Blick auf den Park, den auch Diez genoss, bleibt vom Denkmal aus derselbe.“ Auf dem Areal jenseits der S-Bahn-Brücke entsteht ein grünes Klassenzimmer für Schulkinder auf Krustenplatten. Ein besonderer Hingucker wird hier die so genannte Himmelsleiter. Ganze fünf Meter über der Wasseroberfläche befindet sich deren Aussichtspunkt. „So hat man dann einen schönen Blick auf den alten wertvollen Baumbestand“, weiß Martin Rist. Der Durchgang unter der S-Bahn-Brücke soll dann durch weitere Umbaumaßnahmen künftig ohne Bücken möglich sein. Nicht nur auf dem Mayr-Areal sondern im gesamten Stadtpark ist viel Unterwuchs verschwunden. Ein ungewohnter Anblick. „Die Kernidee war es, zusammenhängende Freiflächen zu schaffen“, so Rist. Noch nie in seiner Laufbahn habe er eine so gut erfasste kartierte Umgestaltung vorgenommen. Bei der Rodung und Neubepflanzung sei alles mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt abgesprochen worden. „Wir haben keinen Baum der höchsten Bewertungsstufe entfernt“, betont Rist. Dienstag diese Woche wollte man bereits mit dem Landschaftsbau beginnen. pat

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