Aus- und Weiterbildung

Aus- und Weiterbildungswochen  bei Azubis von Gewo Feinmechanik in Hörlkofen

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Die Azubis der Gewo Feinmechanik zusammen mit Geschäftsführer Georg Woitzik (9.vo.re.), Ausbilderin Michaela Erbilgin (11.vo.re.) und Ulrike Scharf (5.vo.li.)

Was kann man verbessern? Wie den jungen Leuten noch mehr unter die Arme greifen? Das wollte Staatsministerin a.D. Ulrike Scharf von den Auszubildenden erfahren und hat bei Gewo-Feinmechanik in Hörlkofen vorbeigeschaut, um mit den Azubis zu sprechen. 

Hörlkofen – Die Berufsausbildung ist eine aufregende Zeit für Lehrlinge. Besonders, wenn sie gerade erst begonnen hat. Alles ist neu: die Kollegen, der Ablauf im Betrieb, die Berufsschule, der Arbeitsweg. 

Aber was kann man verbessern? Wie den jungen Leuten noch mehr unter die Arme greifen? Das wollte Staatsministerin a.D. Ulrike Scharf von den Auszubildenden erfahren und hat bei Gewo-Feinmechanik in Hörlkofen vorbeigeschaut, um mit den Azubis zu sprechen. 

Im Rahmen der bayernweiten Woche der Aus- und Weiterbildung zu den sogenannten MINT-Berufen (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sollen Ausbildungsplätze gefördert werden, um so dem Fachkräftebedarf gerecht zu werden. Und dazu hat sich Scharf die Wünsche und Sorgen der jungen Lehrlinge angehört. 

24 Azubis hat die Gewo Feinmechanik heuer eingestellt, insgesamt sind 77 Lehrlinge bei der Firma beschäftigt: Feinmechaniker, Mechatroniker, Büro- und Industriekauf­leute, Fachinformatiker und ein junger Mann, der gerade ein Duales Studium begonnen hat. Ulrike Scharf nimmt sich viel Zeit, um sich die Probleme der jungen Leute anzuhören. So sei es beispielsweise recht schwierig, einen Gastantrag für eine andere Schule durchzubringen.

Einige der Lehrlinge müssen bereits um sechs Uhr morgens in den Bus nach Erding steigen, um rechtzeitig um 8 Uhr in Freising zu sein, denn dort befindet sich die Berufsschule. Auch bei den Unterrichtsfächern sind sich viele einig. Sport, Ethik oder Religion könnte deutlich gekürzt oder sogar gestrichen werden, um sie durch praktische Fächer oder fachgebundenes Englisch zu ersetzen.

Ebenfalls sei die Benennung der Fächer manchmal zu unspezifisch. „Vieles heißt im Stundenplan nur Fach­unterricht. Man kann sich schlecht darauf vorbereiten, weil man nicht weiß, was heute gelehrt wird“, berichtet ein Azubi bei der Besprechung mit Scharf. 

Was bei den Auszubildenden gut ankommt, sind Honorare für eine gut abgeschlossene Ausbildung. Wer eine Note unter 1,5 bekommt, erhält 1.000 Euro Bonus. Wer unter 2,0 ist, bekommt 500 Euro. „Das hat die jungen Leute so angespornt, dass wir im ersten Jahr gleich 18.000 Euro Boni bezahlt haben“, erzählt Geschäftsführer Georg Woitzik lachend. Dieses Jahr konnten alle vakanten Stellen besetzt werden. 

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, kommt allerdings um ein Praktikum nicht herum. „Alle Lehrlinge haben vorher bei uns ein Praktikum absolviert. Das gibt uns und den Praktikanten die Möglichkeit, sich gegenseitig zu beschnuppern. Im vergangenen Jahr hatten wir 120 Praktikanten im Betrieb“, so Woitzik. ale

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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