Authentisch, unbequem und emotional großzügig

Wartenberg

(and) – „Ich scheue nicht davor zurück, einen Minister oder Erzbischof anzuschreiben, um ihn meine Meinung mitzuteilen.“ Das klingt konsequent, undiplomatisch, hartnäckig aber auch mutig und willens, gesetzte Ziele durchzusetzen mit allen, zur Verfügung stehenden Mitteln. Und es klingt vor allem nach Dr. Norbert Hartmann, seines Zeichens Kirchenpfleger in der Marktgemeinde Wartenberg. „Ich hatte vor, mich nach Beendigung meiner Berufstätigkeit ehrenamtlich zu betätigen,“ schildert Hartmann seine Beweggründe, „und so habe ich dann zur Wahl der Kirchenverwaltung kandidiert.“ Verantwortlich für die verwaltungstechnischen Aufgaben der Kirche innerhalb der Gemeinde betrifft dieser Aufgabenbereich auch die wirtschaftlichen Belange, die Verträge der Mitarbeiter, die entsprechenden Immobilien der Pfarrgemeinde sowie deren Baumaßnahmen; Bereiche, die der gelernte Industriekaufmann dank mehrjähriger Berufserfahrung auf den Gebieten Personalwesen, Recht und Organisation optimal bedienen kann. Seit bereits drei Jahren ist der promovierte Zahnarzt, der 2006 nach Wartenberg übersiedelte, in dieser Funktion tätig. Und in diesem Zeitraum hat er mittlerweile vieles erreicht. Dazu zählen die Sanierung des Pfarrhauses in Wartenberg, die Renovierung der kleinen Nebenkirche St. Ulrich in Pesenlern sowie die Sanierung des Kirchturms der Pfarrkirche. Die entsprechenden Arbeiten an der Nikolaikapelle sind fast abgeschlossen. Im Vordergrund stehen für den Trägervertreter des Pfarrkindergartens generell Problemlösungen im Sinne des Gemeinwohls, und je diffiziler die Problematik desto ehrgeiziger verfolgt Hartmann seine Ziele. „Wichtig ist, im konstruktiven Gespräch zu bleiben und gemeinsam eine Lösung zu finden.“ So wurde für den Pfarrkindergarten, dessen Finanzierung der anstehenden Baumaßnahmen sich als ausgesprochen schwierig darstellte, dank der Vorschläge des engagierten Kirchenpflegers eine sinnvolle Lösung gefunden. Die Gemeinde übernahm die Immobilie in Erbpacht, die Kirche bleibt jedoch nach wie vor Träger des Pfarrkindergartens. Aufgrund dieser gelungenen Konstellation werden nun die Sanierungskosten zu zwei Dritteln von der Gemeinde übernommen und zu einem Drittel von der Kirche. Zudem konnte im Pfarrkindergarten Ende 2009 eine Kinderkrippe eingerichtet werden, wodurch das Angebot des Kindergartens für weitere Altersgruppen erweitert wurde. Zu den laufenden Projekten zählt die Altarrestaurierung und die gesamte Innenrenovierung der Wartenberger Friedhofskirche St. Georg in Rocklfing sowie die anstehende Spendenaktion für einen neuen Altar in der Pfarrkirche. Der Erhalt alter Baustruktur ist dem gelernten Industriekaufmann ein ganz besonderes Anliegen, welches sicherlich auf seine umfangreichen Erfahrungen im Bereich Baumaßnahmen zurückzuführen ist. Diese Ambitionen erklären auch sein besonderes Engagement für den Verein Wittelsbacher Jagdhaus, der durch die Erlöse seiner diversen Benefizveranstaltungen durch ihn unterstützt wird. Im Rahmen dieser Veranstaltungen tritt Hartmann als „Singender Zahnarzt“ auf – ein weiteres Steckenpferd dieser interessanten und vielseitigen Persönlichkeit. Wurde bereits in seiner Kindheit viel gesungen, vertiefte der musikalische Zahnarzt, der jüngst seinen 70. Geburtstag feierte, seine Sangesleidenschaft und nahm bereits mit 17 Jahren die ersten Gesangsstunden. Es folgten unzählige Auftritte in ganz Oberbayern von Bad Reichenhall bis nach Kempten, wobei sich der Allrounder hinsichtlich seines textlichen Sujets dem österreichischen Liedermacher und Kabarettisten Georg Kreisler verschrieben hat. Seit einigen Jahren organisiert er diese Liederabende zugunsten von Kirchensanierungen und anderen Gebäudeerhaltungsmaßnahmen, wie zuletzt für das Alte Schulhaus in Wartenberg. Bei allem, was Hartmann mit seiner beispiellosen und ausgesprochen sympathischen Hartnäckigkeit in Angriff nimmt, steht immer der menschliche Kontakt im Vordergrund. „Denn“, äußert sich Hartmann abschließend, „ich scheue nicht davor zurück, meine persönliche Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen.“

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