Fairer Handel

Besuch der Kolpingsfamilie Erding beim Weltladen

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Ladenteamleiterin Petra Scheibe (hinten) informierte die Besucher über neu eingetroffene T-Shirts aus fair produzierter Baumwolle sowie Hanf.

Für die Mitglieder der Kolpingsfamilie öffnete der Weltladen in der Maurermeistergasse in den Abendstunden des 25. Februar nochmals seine Tür. Ladenteamleiterin Petra Scheibe informierte engagiert über neu eingetroffene T-Shirts aus fair produzierter Baumwolle sowie Hanf. Seit der Katastrophe in einer Textilfabrik 2013 in Bangladesh, bei der 1100 Menschen ums Leben kamen, achtet man hierzulande nicht nur auf Bio-Qualität, also den Baumwollanbau ohne Pestizide, sondern auch auf faire Produktion, und deshalb war es ein Anliegen für den Weltladen, auch fair produzierte Textilien ins Sortiment aufzunehmen. So leistet der Weltladen einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und hilft mit, gerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Unterschiedlichste Labels geben Auskunft über die einzelnen Standards. 

Es ist jedoch nicht einfach, ökologische und soziale Kriterien gleichermaßen berücksichtigt zu finden. Für die mit „Fair Trade“ gekennzeichneten Produkte z. B. erhalten Bauern und Produzenten einen vom Weltmarkt unabhängigen Preis und darüber hinaus eine Prämie, über deren Verwendung sie gemeinschaftlich entscheiden. Eine noch sicherere ökologische Zertifizierung bietet das GOTS-Label und den höchsten sozialen Standard das „Fair Wear“-Siegel. Deshalb heißt es immer: „Augen auf beim Kleiderkauf.“ Eine einheitliche und verlässliche Zertifizierung wäre unbedingt wünschenswert, betonte Petra Scheibe und verwies auf die Initiative, die vom Bundesentwicklungsministerium ausgeht.

Die Kolpingsfamilie dankte für den interessanten und umfassenden Vortrag. Auch sie beteiligt sich bereits seit über 50 Jahren an der Wiederverwertung ausgedienter und gebrauchter Kleidung im Rahmen einer Altkleidersammlung und hilft damit Rohstoffe zu sparen. Die nächste Sammlung findet am 30. März, statt. Über Kleiderspenden würde sich die Kolpingsfamilie freuen.  - Ingrid Enzner 

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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