Brauch & Sitte

„I red Boarisch und Du?“ - Förderung des Dialekts in der Grundschule Fraunberg

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Manfred Trautmann (hinten rechts) und Edeltraud Rey (vorne, mit Gitarre) vom Förderverein bairische Sprache waren in der Maria Thalheimer Grundschule zu Gast. Auf dem Bild sind die Klassen 1b und 2b mit ihren Klassenleiterinnen Ursula Deckert und Gisela Leitsch.

Förderung des baierischen Dialekts und der Sprache an Fraunberger Grundschulen

Fraunberg – Der Anteil der jungen Bevölkerung in Bayern, die Bairisch und Dialekt spricht, schrumpft dramatisch. Standard- und nordisches Hochdeutsch dominieren nicht nur in Städten, sondern immer mehr auch auf dem Land. 

Deshalb gab es in der Grundschule Maria Thalheim für 70 Grundschüler in der Gemeinde Fraunberg einen besonderen Kulturunterricht. 

Dazu konnte Schulleiterin Gisela Leitsch die beiden Vorsitzenden Manfred Trautmann aus Eitting und Edeltraud Rey aus Jacobneuharting vom Förderverein bairische Sprache – Landschaftsverband für den Bereich zwischen Isar und Inn – zusammen mit den Schülern in der Aula begrüßen.

 „Verstehts es bairisch?“, fragte Trautmann in die Schülerrunde und siehe da, bis auf ein paar Schüler aus anderen Nationen stammend und zugezogene Schüler aus anderen Bundesländern war der bayerische Dialekt bei den Fraunberger Schülern bekannt. 

„Mit wem redtsn es bairisch?“, wollte der Experte neugierig wissen. „Mit unserer Mama, dem Papa und Opa und Oma“, antworteten die Kinder. Gepflegt wird der urige Dialekt besonders an Fraunbergs Grundschulen in Reichenkirchen und Maria Thalheim. 

Das Lehrpersonal ist der bairischen Sprache ebenfalls mächtig. „Bei uns wird nicht nur in speziellen Unterrichtsstunden, sondern jederzeit noch geredet wie uns der Schnabel gewachsen ist“, so Leitsch.

Trautmann erklärte den Schülern, dass der bairische Dialekt 1.500 Jahre alt ist und damit viel älter als das angebliche Hochdeutsch, das wir heute in der Schule lernen. Als Kind sei der Dialekt noch leichter zu lernen, meinte er. 

Zwischen der Region Erding bis nach Reichenhall gibt es bei der Aussprache des Dialekts auch schon wieder verschiedene Mundarten, erklärte Trautmann. Zudem sei wissenschaftlich nachgewiesen: der bairische Dialekt macht schlau!

„Wir Bayern haben sogar den Vorteil, zweisprachig aufzuwachsen, damit kann das Gehirn beim Erlernen von Fremdsprachen schneller zwischen verschiedenen Sprachen umschalten.“

Zwischen Trautmann Wortspielen mit Lädschnbene, Hirnbatzl, Gscheidhaferl, Schusser/Baller, sowie lustigen Geschichten wia „De oide Hex“, Gedichten (Fischhochzeit) und Bairischtest mit den Schülern sorgte Edeltraud Rey mit ihrem losen bairischen Mundwerk und Gitarre, dass die Kinder auch im Mundart-Dialekt mitsingen konnten.

„Zum Schachtlwirt, da gemma heid, des meng junge und oide Leid“ (gemeint war natürlich McDonalds und Burger King). Auch Gstanzl durften die Kinder mitgestalten und alle Schüler sangen gemeinsam den Refrain „Holari Hola diro“ lautstark mit. 

Am Ende gab es für die begeisterten Schüler noch bairische Übersetzungsblattl und tolle Aufkleber: „I red Boarisch und Du?“ to

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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