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Bürger sehen kaum Probleme

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Für langjähjrigen aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Erding zeichnete Bürgermeister Max Gotz (l.) im Rahmen der Bürgerversammlung (v.l.) Christian Bauer, Harry Roth (jeweils 25 Jahre) Karl-Heinz Haller und Josef Stoiber (40 Jahre) aus. Gerd Hausler, der ebenfalls seit 1971 aktiv beim Verein ist, konnte aus Krankheitsgründen nicht zur Bürgerversammlung kommen. Er wird nachträglich geehrt. © Foto: Brückner

Offenbar hat Bürgermeister Max Gotz in der letzten Bürgerversammlung Erdings als Kreisstadt in der Stadthalle so gute Neuigkeiten verbreitet, dass es nach seinem Bericht über die Finanzlage der Stadt, die Informationen zu Stadtplanung und Hoch- und Tiefbaumaßnahmen kaum Redebedarf gab.

Erding – Nicht einmal Stadtpark und Hallenbad, wie in Klettham oder im Fischer’s Seniorenzentrum, sorgten für Gesprächsstoff. 

Freilich, Adi Voichtleitner, heimlicher Bürgermeister Siglfings, meldete sich dennoch zu Wort. Er wollte wissen, warum das Vermessungsamt derzeit in dem Ortsteil tätig ist, ob das mit der Werkstraße, dem Betonwerk oder gar mit der S-Bahn-Trasse zu tun habe. Von den Beamten vor Ort habe er auf seine dezidierten Anfragen keine befriedigende Antwort erhalten. Gotz erklärte ihm, dass der Landkreis die ED 19, die Straße von Erding nach Eitting, überplanen lasse, mit dem Ziel, diese zu sanieren und Radwege zu schaffen. Zudem sei  das Vermessungsamt generell dabei, Restgebiete zu digitalisieren. 

Die Werkstraße sei momentan ohnehin kein Thema, weil sich das mit dem Bau der Nordumfahrung ED 99 erledige. Diese müsse unbedingt forciert werden, sie biete die große Chance, den Verkehr auf der Anton-Bruckner-Straße wenigstens auf dem derzeitigen Stand zu halten und nicht noch mehr zu steigern. Einen Hinweis Voichtleitners, dass die Breslauer Straße dringend zweier zusätzlicher Lampen bedürfe, weil sie nach Schwinden des Tageslichts „eine dunkle Schlucht“ sei, will der Bürgermeister im Rathaus klären lassen. Karl-Heinz Haller beschwerte sich, dass der Bewuchs und Baumbestand an der Böschung des Fehlbachs zwei bis drei Tagwerken „schlagbarer Brennnesseln“ gewichen sei.  

Gotz entgegnete ihm, dass der Fehlbach ursprünglich als Hochwasserschutz konzipiert worden sei. „Wir können nicht in Schönheit sterben“, sagte er. In Pretzen etwa sei vor einigen Jahren plötzlich eine Hochwassersituation entstanden, mit der keiner gerechnet habe. Man müsse die Flächen dagegen mähen und pflegen, doch sei die Stadt mit dem Wasserwirtschaftsamt im Gange, ein Konzept zu erarbeiten, das beide Interessen bedenke. Mehr Transparenz im Stadtrat und eine bessere Bürgerbeteiligung wollte Walter Koppe dadurch erreichen, dass Sitzungen der Ausschüsse und des Gremiums nach Dorfener Vorbild im Internet veröffentlicht würden. Dem widersprach Gotz vehement, weil er dadurch den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte verletzt sieht. Es reiche, wenn nur einer Nein sage. 

Außerdem würden da „Dinge passieren, die wir nicht wollen“. Anträge lägen zwar vor, aber: 

„es wird mindestens einen geben, der dagegen ist“, sagte der Bürgermeister. Georg Metzger beklagte, dass die Straßen unmittelbar außerhalb des Zentrums ein „Fleckerlteppich“ seien, was seiner Meinung nach mit der Ernennung zur Großen Kreisstadt Anfang nächsten Jahres nicht vereinbar ist. 

Gotz hielt dagegen, dass in der Vergangenheit allein 54 Baustellen entstanden seien, weil die Bürger nach dem Breitbandkabel und damit schnellerem Internetzugang verlangt hätten. 

Außerdem müsse sich der Boden erst wieder einige Zeit verdichten, ehe man eine durchgehende Teerdecke aufbringen könne. ab

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