Bürgerinitiative Bockhorn

„Lieber einen Masten im Wald als Mastenwald!“

525 Unterschriften wurden gegen den geplanten Mobilfunkmasten gesammelt. Die Unterschriften übergaben (v. l.) Anja Schreiber, Peter Kaswurm, Josef Pointner junior. Vertreter der Bürgerinitiative sind Andreas Burgmair, Klaus Adelsperger und Martin Mair.
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525 Unterschriften wurden gegen den geplanten Mobilfunkmasten gesammelt. Die Unterschriften übergaben (v. l.) Anja Schreiber, Peter Kaswurm, Josef Pointner junior. Vertreter der Bürgerinitiative sind Andreas Burgmair, Klaus Adelsperger und Martin Mair.

Viel Streit um einen Mobilfunkmasten gibt es zurzeit in Bockhorn. Ein Bürgerentscheid am 26. September soll darüber entscheiden, ob der Mast aufgestellt wird. Die Bürgerinitiative Bockhorn ist dagegen, zumindest an dem von der Gemeinde geplanten Standort

Am 26. September findet der Bürgerentscheid zum Mobilfunkmast statt. Die Bürgerinitiative Bockhorn ist nicht grundsätzlich gegen einen Mobilfunkmast. Warum ist die Initiative gegen einen Masten auf dem Betriebsgelände des Wasserzweckverbandes im Gewerbegebebiet Mauggen? Wir wollen einen durchdachten Mobilfunkausbau, vernünftige Immisionsminimierung, die Erhaltung des Ortsbildes, eine Mitbestimmung der Bürger und wir möchten das Beste für die Bürger, anstelle der billigsten Lösung für den Betreiber.

Wie sieht es mit der Strahlenbelastung durch den Masten aus? Die Strahlenbelastung sinkt bei doppelter Entfernung auf ein Viertel der Intensität ab. Im Gutachten, dass unter www.bockhorn.tv einzusehen ist, werden fünf Standorte betrachtet. Aus unserer Sicht ist der Standort am Gewerbegebiet an diesem Punkt der zweitschlechteste.

Der Gemeinderat ist gegen die Alternative, die die Bürgerinitiative vorschlägt, ­nämlich ein privates Grundstück. Dort müssten ­Umbaumaßnahmen im Wald stattfinden und bislang gebe es keinen Betreiber, der diesen Standort umsetzt. Also keine echte Alternative? Bei einem Alternativstandort (z.B. am Wald) liegt bereits eine Glasfaserleitung, die Ölversorgungsleitung für Süddeutschland, und eine Gasleitung. Dieser Bereich ist somit infrastrukturell bereits erschlossen. Zum Thema Alternative: Es liegt einem privaten Grundstückseigentümer in der Nähe des Alternativstandortes bereits ein Angebot für einen 40 Meter Masten vor. Weiterhin sind mehrere Grundstückeigentümer am Alternativstandort an der Bereitstellung ihres Grundstückes einverstanden und könnten dies zur Verfügung stellen. Aus unserer Sicht ist es keine Alternative einen Masten in einem geographischen Tiefpunkt zu installieren und dadurch weitere Masten in anderen Gemeindeteilen zur Abdeckung zu erfordern. Lieber einen Masten im Wald als Mastenwald!

Die Gemeinderäte finden die optische Beeinträchtigung durch den 30 Meter hohen Masten „objektiv schwer zu bewerten“, wie es im Informationsblatt zum Bürgerentscheid auf der Homepage der Gemeinde steht. Wie sehen Sie das? Das ein deplatzierter Funkmasten das Ortsbild abwertet ist unstrittig. Diese Erfahrung haben anderen Kommunen längst gemacht. Wir wollen es besser machen! - Das Interview führte Anja Leitner

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