Vernissage

Corinna Gunst aus Erding stellt im Alten Gefängnis in Freising ihre Werke aus

Corinna Gunst

Von den Ausstellungsräumen im Alten Gefängnis ist sie seit dem Besuch einer Vernissage begeistert. So bewarb sie sich selbst, „und es hat schneller geklappt als erwartet“, freut sie sich.

Freising – Vergangenes und Zukünftiges, Freundschaft, Haltung, Umbruch – das sind Themen, die Corinna Gunst in ihren Bildern verarbeitet. Mal in kraftvollen Farben, mal zurückhaltender.

Zwei Jahre liegt ihre letzte Ausstellung zurück, damals im Frauenkircherl am Schrannenplatz. Jetzt zeigt die Erdingerin ihre neuesten Werke in Freising. Im Alten Gefängnis sind sie von Donnerstag bis Sonntag, 29. August bis 1. September, zu sehen. 

Mit ihrem Gastspiel in der Domstadt begibt sich die Unternehmerin, die mit ihrer Geschäftspartnerin Karin Keller das Reiseatelier in Erding führt, auf unbekanntes Terrain. „Es ist spannend, Neuland zu betreten, denn die Freisinger kennen mich ja nicht“, sagt Gunst. 

Von den Ausstellungsräumen im Alten Gefängnis ist sie seit dem Besuch einer Vernissage begeistert. So bewarb sie sich selbst, „und es hat schneller geklappt als erwartet“, freut sie sich. Ein Thema, das in ihre Werke ebenfalls Einzug findet, ist FOMO (Fear of missing out), also die Angst der Menschen, etwas zu versäumen und stets dazugehören zu wollen. 

Während bei vielen die Sozialen Medien immer mehr Platz im Alltag einnehmen – aus Angst, etwas zu versäumen, trifft sich Gunst immer noch lieber mit Freunden persönlich oder telefoniert zumindest mit ihnen. „Jeder will geliebt werden. Keiner traut sich mehr, seine eigene Meinung zu äußern“, hat Gunst festgestellt. Sie ist aber überzeugt: „Auch wenn es manchmal unbequem wird, ist es doch wichtig, authentisch zu bleiben, seine persönliche Meinung offen kund zu tun und nicht immer zu sagen, was andere hören wollen.“ 

Deshalb hat sie in vielen Bildern auch das Thema „Rück-Grat“ verarbeitet – in einer abstrahierten Darstellungsform. „Man darf auch mal anderer Meinung sein“, betont sie. In der Malerei findet die Mutter einer erwachsenen Tochter den Ausgleich zum Reisebüro. Vor der Leinwand kann sie in eine andere Welt eintauchen, dem hektischen Alltag entfliehen – und alle Themen, die sie immer wieder neu beschäftigen, verarbeiten. 

Dazu verwendet sie vorwiegend Acryl, aber auch Mischtechnik mit Lack sowie Strukturpaste. Dabei werden die Formate immer größer. „Es macht mir Spaß, mich auf großer Fläche auszuleben“, sagt sie.

Öffnungszeiten 

Die Ausstellung von Corinna Gunst im Alten Gefängnis, Obere Domberggasse 16, in Freising ist am Donnerstag und Freitag, 29./30. August, von 16 bis 20.30 Uhr, am Samstag, 31. August, von 15 bis 20.30 Uhr und am Sonntag, 1. September, von 14 bis 19 Uhr zu sehen. zie

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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