Neues vom Hanfverband

Deutscher Hanfverband fordert Anhebung der THC-Grenzwerte für Autofahrer

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Symbolbild

Die Bayerische Staatsregierung hält am Grenzwert von 1,0 ng/ml THC im Blutserum fest, obwohl die Grenzwertkommission ihre Empfehlung auf 3,0 ng als verkehrssicheren Wert angepasst hat. Dies geht aus einer Anfrage der Grünen im Bayerischen Landtag hervor (Drucksache 17/22704). In der Praxis führt dies dazu, dass bis zu 72 Stunden nach dem Cannabiskonsum noch der Führerschein in Gefahr ist, obwohl die Person eindeutig nüchtern ist. Der Rausch hält regulär nur 3-6 Stunden an. 

Doch auch ohne selbst am Steuer zu sitzen ist der Führerschein von Cannabiskonsumenten in Gefahr, da bereits der Besitz einer geringen Menge zu einer Meldung an die Führerscheinstelle und in dessen Folge zu einem Führerscheinentzug führen kann. Dies hat der Deutsche Hanfverband bei seiner Führerschein-Kampagne “Klarer Kopf, Klare Regeln!” bereits beim letzten Verkehrsgerichtstag massiv kritisiert und eine Anhebung der Grenzwerte gefordert. (siehe auch http://fuehrerscheinkampagne.de/) Der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, stellt hierzu fest: „Während man bei Alkohol bis 0,4 Promille berauscht am Steuer sitzen darf, können bei Cannabis auch ohne Rausch drakonische Strafen verhängt werden. Das Führerscheinrecht wird somit als Ersatzstrafrecht missbraucht.“ Die Cannabis-Grenzwerte für den Straßenverkehr sollten daher gemäß den Empfehlungen der Grenzwertkomission angepasst werden. 

„Niemand soll berauscht fahren. Aber auch soll niemand bestraft werden, der nüchtern gefahren ist.“ stellt Micha Greif, Sprecher des Deutschen Hanfverbands München, hierzu klar. Auffällig ist bei der Antwort der Staatsregierung zudem, dass viele Punkte der Landtagsanfragen unbeantwortet blieben. Als Begründung wird der Aufwand zur Erstellung entsprechender Statistiken genannt. - Deutscher Hanfverband München

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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