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Dioxine in aller Munde

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In Eiern wurden zuerst erhöhte Dioxin-Werte nachgewiesen	Foto: Hanf
In Eiern wurden zuerst erhöhte Dioxin-Werte nachgewiesen Foto: Hanf

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(af) – Erhöhte Dioxin-Werte in Eiern, seit Tagen im Blick der Öffentlichkeit. Bundestags- abgeordneter Dr. Max Lehmer: „In Bayern ist Gott sei Dank noch nichts aufgetaucht, was Grund zur Sorge machen müsste.“ 3000 Tonnen dioxinbelastetes Industriefett, es enthielt über 70 Mal mehr Dioxin als erlaubt, wurde von einer Firma aus Schleswig-Holstein als doppelt so teures Futterfett verkauft. Über weitere zwei Dutzend Futtermittelhersteller gelangte es an Tausende Händler und Bauern in bislang 12 Bundesländern. Das Futter wurde an Hühner, Puten und auch Schweine verfüttert. Die Folge: Dioxin in Eiern, Puten- und Schweinefleisch. Der Grenzwert (3 Pikogramm pro Gramm Fett) wurde bislang bei einigen Eierproben überschritten. Drei Legehennen wiesen 4,99 Pikogramm Dioxin je Gramm Fettgewebe auf. Der Grenzwert für Fleisch liegt bei 2 Pikogramm je Gramm Fett. Ein Pikogramm ist übrigens ein Billionstel eines Grammes. Etwa die Hälfte der gesperrten Betriebe in Norddeutschland ist bereits wieder freigegeben, da sich keine Grenzwertüberschreitungen ergeben haben. Experten gehen von keiner Gefahr für die Verbraucher aus. Dr. Max Lehmer, agrar- und verbraucherpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe mahnt an: „Bürger haben Recht auf umfassende Aufklärung“ (siehe unten) und verweist auf die Sondersitzung am gestrigen Dienstag (mehr in der nächsten Ausgabe). Bessere Kontrollen und einen grundlegenden Politikwechsel, fordert Rainer Forster von der Campact!-Ortsgruppe Erding aus Kirchberg. Aktuelle Informationen können Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale-bayern.de finden. Dort finden Sie auch die Stempelnummern betroffener Eier.

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