Ausbau

Doppelt gemoppelt: Schulzentrum in Erding wird zweifach genutzt

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Die Mitglieder der Stadtkapelle Erding freuen sich über den Probenraum.

„Ein Haus für Leib und Seele“: Die räumliche Ergänzung des Schulzentrums wird als Mensa und als Probenraum genutzt

Erding – Zwei Fragen, eine Lösung. Mit der baulichen Kombination Mensa/Probensaal, die als Ergänzung des Schulzentrums Lange Feldstraße, in Betrieb ging, bietet die Stadt Erding bis zu 450 Schülern der Grund- und Mittelschule Alten­erding die Möglichkeit, täglich ein gesundes Mittagessen in entspannter und großzügiger Atmosphäre zu genießen. 

Gleichzeitig erfüllt sie ihrer renommierten Stadtkapelle den lang ersehnten Wunsch nach einem eigenen Übungsraum. Der Flächenbedarf von Mensa und Probenraum ist nahezu identisch und ergänzt sich perfekt in der jeweiligen Nutzung – tagsüber wird gegessen, abends musiziert. 

Zudem erfüllt ein Neubau an dieser Stelle bestmögliche Voraus­setzungen für eine Bereicherung des Schulensembles. „Eine einmalige Symbiose, die auch das Grundstück bestmöglich nutzt“, findet Richard Falterer, dessen Erdinger Architekturbüro das Projekt realisierte. 

Der kubische Entwurf der Planer bietet beiden Einheiten maximalen Raum und hält sich dabei durch seine schlichte Fassadengestaltung optisch zurück. Heller Sichtbeton in Massivbauweise markiert das Erdgeschoss, Lärchenholz das Obergeschoss. 

Dieses ist als Holzmassivbau ausgeführt und „schmiegt sich so in den hohen Baumbestand ein“, erklärt Projetleiterin Alexandra Adamczyk. Aus dem flach angelegten Foliendach ragt ein Pultdach heraus, das dem Saal Höhe verleiht, im Inneren den Schall bricht und den Bau nach Westen öffnet. Mit den zwei separaten Nutzungsbereichen schafft der Neubau „die perfekte Voraussetzung, um ein öffentliches Gebäude maximal zu bespielen und damit auch dem Wert eines solchen Bauprojektes Rechnung zu tragen“, so die Bilanz des Architekten. Vor allem, wenn beide Bereiche gleichermaßen auf ihre Kosten kommen: „Ein Haus für Leib und Seele.“ 

Hell, weitläufig und hochmodern präsentiert sich die Mensa im Erdgeschoss und beendet die Zeit des Essens in umgebauten Klassenzimmern. 

Darüber eröffnen sich mit dem nach höchsten Ansprüchen an die Akustik errichteten Probenraum beste Zukunftsperspektiven, für die rund hundert Mitglieder der Erdinger Stadtkapelle, die nach Jahren der räumlichen Improvisation, nun „ein echtes Zuhause hat“, so deren Vorsitzender Walter Dorn. Weiterhin bedankte er sich bei Akustiker Dr. Winfried Lachenmayr, der für die Berechnung der Raumhöhe, Raumvolumen, Beschaffenheit und Neigung der Flächen, Art, Anzahl und Einsatz der Instrumente zuständig war, um so die ideale Umsetzung zu gestalten, die wahre Wunder bewirken: „Für uns ist das tatsächlich ein Quantensprung in die Zukunft“, schwärmte Dorn, der die Stadtkapelle seit 1996 führt. Um die Anforderungen an beiden Funktionsbereiche optimal gerecht zu werden, hat die Stadt Erding viel Geld in die Hand genommen. 

Die Investition beläuft sich auf 3,75 Millionen Euro. Diese hat man dem Oberbürgermeister Max Gotz und dem Landrat Martin Bayerstorfer zu verdanken, die sich dafür sehr stark engagiert und eingesetzt haben. Und so wurde das neue Bauobjekt von OB Max Gotz am Samstag im Beisein von zahlreichen Gästen, wie Ulrike Scharf, Landrat Martin Bayerstorfer, Architekt Richard Falterer, Projektleiterin Alexandra Adamczyk, Rektorin der Carl-Orff-Grundschule Christine Triska-Kowol, Mittelschul-Rektorin Karin Rausch, Akustiker bei der Firma Müller BBM Dr. Winfried Lachenmayr, Vertreter des Elternbeirats und vielen anderen Gästen eingeweiht. 

Mit dem Segen Gottes durch Parrer Christoph Keller vom der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Erding und Pfarrer Dr. Jan-Christoph Vogler von der Katholischen Pfarrerei Maria Verkündung Altenerding.

In seiner Rede, sprach OB Max Gotz einen großen Dank und Lob an allen Beteiligten, die am Projekt teilgenommen haben und fügte hinzu „Die Mensa wird sicherlich eine Bereicherung sein“. 

Gotz betonte auch die Größe der Mensa/Probenraum mit 227 Quadratmeter, „ein beachtliches Raum Angebot“ mit einer hervorragenden Akustik und 830 Quadratmeter Nutzfläche. Im Anschluss gab es eine musikalische Vorführung der Stadtkapelle Erding unter der Leitung des Dirigenten Martin Hirsch und Besichtigung der Mensa mit einer Verköstigung für die zahlreich erschienen Gäste. Gräfin von Lauerhoff

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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