Musik

Dorfener Komponist Andreas Begert startet Mammutprojekt – trotz Corona

+
Andreas Begert hat Großes vor

Er will dabei erstmalig bayerische Volksmusik mit klassischer Musik kombinieren und so eine neue musikalische Stilrichtung erfinden.

Dorfen/München – Der in Dorfen lebende und in Erding geborene Komponist Andreas Begert plant das erste „Bayerische Oratorium“ der Welt. Er will dabei erstmalig bayerische Volksmusik mit klassischer Musik kombinieren und so eine neue musikalische Stilrichtung erfinden.

Das Projekt soll 2021/22 in einer Aufführung in München mit rund 100 Musikern gipfeln. Besetzen will Begert das Werk mit Sinfonieorchester, Chor, Akkordeon und vier Gesangs-Solisten. Es wird somit mit Abstand seine bisher größte und innovativste Komposition werden. Die absolute Besonderheit soll der bayerische Text des Oratoriums sein, den er aus dem Osteroratorium von Johann Sebastian Bach übernehmen und persönlich ins Bayerische übersetzen will. Die Corona-Krise hat die Pläne des 30-jährigen Multitalents, der unter anderem auch die Liedertafel Dorfen leitet, komplett lahmgelegt. Andreas Begert ist neben seiner Arbeit als Komponist Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München und Frontsänger der Crossover-Band Einshoch6. Seit März hat er kaum Möglichkeit, seinem Beruf nachzugehen. Konzerte, Veranstaltungen und Jobs wurden bis zum Ende des Jahres abgesagt oder verschoben, Förderungen und Kompositionsaufträge von Firmen bleiben aufgrund der wirtschaftlichen Lage aus.

Aber seine Vision und seinen Traum, neue Musik in diese Welt zu setzen, hat er deswegen noch lange nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil, Begert hat sich während des Lock-Downs noch intensiver mit neuen Ideen und Kompositionen beschäftigt. Denn die Musik wird weiterleben - davon ist er überzeugt - auch wenn sie im Moment wenig Chance dazu hat. Die Wurzeln des Musikers liegen in der bayerischen Tradition und Heimat. Er bezeichnet sich selbst als ein traditioneller Mensch, der aber immer die Herausforderung sucht, der immer etwas Neues machen will, der sich nicht umdreht, sondern immer nach vorne schaut. Aber der eben auch gerne nach Hause kommt, der Werte und Traditionen lebt und der gerne die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpft. Und genau dieses Gefühl von Tradition und Moderne will er in seiner neuen, innovativen Komposition verbinden. Dieses Werk soll seine Heimat Bayern mit der ganzen Welt verbinden. Es soll eine Kombination zwischen bayerischer Volksmusik mit moderner, klassischer Musik sein. Es soll junge und alte Menschen gleichzeitig ansprechen und Generationen miteinander in Kontakt kommen lassen.

Aber Andreas Begert steht erst am Anfang des Projektes und ist auf die Hilfe von Sponsoren und Förderern angewiesen. Dazu hat er eine Webseite fertiggestellt, auf der alle Informationen zum Projekt, dem „Bayerischen Oratorium“ gesammelt sind. Dort kann man ihn noch bis zum 8. August, finanziell unterstützen und auch schon Karten für das Konzert in München kaufen. Link zum Projekt:https://www.startnext.com/bayerischesoratorium „Ich hoffe, dass ich mit externer Hilfe dieses Mammutprojekt stemmen und somit einen Teil der bayerischen Kultur und Heimat weiterleben lassen kann“, sagt Begert - ig

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Sachstand zum Corona-Virus im Landkreis Erding
Sachstand zum Corona-Virus im Landkreis Erding
„Second Stage“ für Frauen in Not
„Second Stage“ für Frauen in Not
Ortsgruppe Erding von „Fridays for future“ macht auf Klimaproblematik aufmerksam
Ortsgruppe Erding von „Fridays for future“ macht auf Klimaproblematik aufmerksam
"Fetisch" im Erdinger Frauenkircherl
"Fetisch" im Erdinger Frauenkircherl

Kommentare