Drei Aufgaben sind zu lösen

Fraunberg

(til) – Drei Aufgaben gilt es für die Bürger und die Mitarbeiter der Verwaltung der Gemeinde Fraunberg in naher Zukunft zu lösen: Die Nahversorgung in Fraunberg, die Installation einer funktionierenden Bürgerkommune und das Platzproblem im Rathaus. Das erbrachte die Ausarbeitung der Bürgerbefragung. Soziologe Dr. Klaus Zeitler stellte die Ergebnisse der Umfrage in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor und zeigte einen Handlungsfaden auf. Bürgermeister Hans Wiesmaier betonte, dass es nicht darum ging, “punktuelle Meinungen einzuholen, sondern den Startschuss für die Bürgerkommune zu geben”. Künftig sollen die Bürger noch mehr in die Mitverantwortung genommen werden. “Wir gehen einen neuen Weg mit einem neuen Prozess, der mit dem Begriff Bürgerkommune belegt wird.” Nun müsse das Gremium abstimmen, wohin es die nächsten vier Jahre konzeptionell hingehen soll, wo die Kommune im Jahr 2012 sich befinden soll. Zeitler erklärte, dass das prognostizierte Wachstum von 15 Prozent im Landkreis Erding eine Aufgabe sei, der man sich stellen müsse. Dies beinhalte aber auch eine Chance, die sich die Gemeinde Fraunberg nicht entgehen lassen dürfe. Sie sollte an diesem Bevölkerungswachstum partizipieren. Dabei seien neue Aufgabenfelder zu thematisieren und anzugehen. Die Baugebietsausweisung ha-be deutlich gemacht, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. Denn die große Nachfrage nach Bauparzellen sei auch ein stückweit dem positiven Image der Kommune, das in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut wurde, zu verdanken. Mit der Bürgerkommune wolle man dieses Image weiterausbauen und dafür sorgen, dass sich die Bürger wohlfühlen und die Gemeindeentwicklung weiterhin erfolgreich vorantreiben. Dass die Fraunberger Aufgaben offensiv angehen, sei ja hinlänglich bekannt. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung zeigen einerseits eine hohe Zufriedenheit, andererseits gelte es, weiter an der Lebensqualität zu arbeiten. Nahversorgung Auf Platz 1 der Wünsche stünde die Nahversorgung in Fraunberg, wo durch den Verlust des Metzgers eine unbefriedigende Situation entstanden sei. In Thalheim sei die Grundversorgung bestens gelöst. “Jetzt versucht man Luxus, Ärzte und Apotheken in den Ort zu bringen.” Aus der Befragung ergebe sich ein klarer Auftrag an die Bürgerschaft, die Einzelhandelssituaion in Fraunberg zu verbessern, ohne in den Nachbarorten Konkurrenz von außen schaffen. “Ein Schnellschuss macht wenig Sinn”; bevor man sich gleich auf eine große bauliche Lösung Lösung einlasse, sollte man lieber nach einer Übergangsmöglichkeit suchen. Rathaus & Bürgerkommune Gleiches gelte für die unbefriedigende Raumsituation im Rathaus, wo noch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden und man städtebauliche Lösungen abklopfen müsse. Die dringende Personalaufstock-ung, die Integration neuer Bevölkerungsgruppen, wie Kindern und Senioren, seien weitere Aufgaben, die anstünden, so Zeitler. “Wir wollen die Bürgernähe wieder auf das Niveau stellen, dass wir gewohnt sind”, hakte Wiesmaier ein. Dies sei schwierig, weil der Parteiverkehr seit geraumer Zeit höher sei, als die Verwaltung Schritt halten könne. “Wir müssen eine weitere Kraft einstellen, um die Verwaltung zu entlasten”, machte er deutlich und erklärte gleichzeitig: “Ein Neubau ist utopisch”. Durch das Engagement Zeitlers wurde ein Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro vom Umweltministerium in Aussicht gestellt, der in “Manpower” zu investieren sei, verriet Wiesmaier. Bis spätestens Mai müsse die neue Struktur vorliegen und die Zielgruppe integriert werden, um das Konzept zu entwickeln. “Sonst verlieren wir die 35.000 Euro.” Als nächste Schritte seien im ersten Quartal unterschiedlichste Szenarien durchzuspielen, das Anforderungs- und Raumprofil zu konkretisieren, die angedachten Lösungen zu diskutieren, dabei die Verantwor- tung vor Ort zu forcieren, um schnellstens mit dem Rathaus und der Bürgerkommune auf den Weg zu kommen.

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