Kommunalwahl

Edmund Stoiber zu Gast in Finsing

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Julia Manu, Dieter Heilmair, Ulrike Scharf, Edmund Stoiber und Robert Schön (v.l.).

Beim politischen Abend der CSU findet der ehemalige Bayerische Ministerpräsident klare Worte

Finsing – Mit dem Wahlkampfmotto „Zukunft made in Landkreis Erding“ bekommt Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) nun volle Unterstützung auch von einem großartigen Mann der Vergangenheit, am im Gasthaus Faltermaier in Eicherloh. Der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber war zu Gast bei einem politischen Abend der CSU und wurde mit dem Bayerischen Marsch empfangen.

Als Ehrengäste waren noch Landrat Martin ­Bayerstorfer, die Landesvorsitzende der Frauen-Union Bayern, MdL und Staatsministerin a.D. Ulrike Scharf und der Bürgermeisterkandidat von Finising und Gemeinderat Dieter Heilmair anwesend. Bei bester Laune präsentierte sich der 78-jährige ehemalige Bayerische Ministerpräsident, der nachdenkliche und kritische Töne schlug. CSU-Bürgermeisterkandidat Dieter Heilmair erklärte bei der Begrüßung, dass die Gemeinde Finsing „im Drei-Länder-Eck liegt, wir grenzen direkt an die Landkreis Ebersberg und München an und das spüren wir.“ 

Er streifte aktuelle Finsinger Themen und sagte ganz klar, er wolle ein Ärztehaus. „Das wird nicht leicht, da müssen wir dranbleiben.“ Ein großes Problem sei: „Wir haben keine Gewerbeflächen mehr.“ Die brauche man aber, um vor allem das heimische Handwerk zu fördern. 

Finsing habe 16 Gemeinderäte und sieben Gruppierungen, die bei den Wahlen antreten. „Da weiß man, was auf einen als Bürgermeister zukommt“, stellte Heilmair fest. „Es geht darum, mit verschiedenen Gruppierungen Mehrheiten zu finden, und diese Herausforderung reizt mich“, so Heilmaier. An Stoiber gerichtet sagte Heilmair schmunzelnd und mit emotionalem Wort „1974 war ein großer Meilenstein für uns. Ich bin geboren worden und sie sind erstmals in den Landtag eingezogen.“ 

Was Heilmair betrifft, so meinte Stoiber: „Der kennt sich aus und der will was bewegen.“ Die Kommunalpolitik sei für ihn die „Königsdisziplin“ betonte der CSU-Ehrenvorsitzende. Weiterhin sagte Stoiber „natürlich gibt es auch Emotionen in der Politik,“ „Auseinandersetzungen ja, aber kein Hass, die Anonymität muss aufgehoben werden“, so Stoiber in Bezug auf die Hasskommentare im Netz und erzählte dann, wie er von Franz Josef Strauß zum Generalsekretär ernannt worden war und dabei den Vorzug vor Otto Wiesheu bekommen hatte. Im Parteienspektrum habe sich mittlerweile viel verändert. 

Auf Scharfs Frage, ob sich Volksparteien neu definieren müssten, stellte Stoiber fest, das Wesen einer Volkspartei seien Kompromisse. Der linke und rechte Rand bräuchte diese Kompromisse nicht. 

„Das Wesen einer Volkspartei ist, dass sie nicht ein Ziel verabsolutiert.“ Was das Thema Migration betrifft, so dürfe sich 2015 auf gar keinen Fall wiederholen. „Das war ein Kontrollverlust des Staates“, betonte Stoiber, „das Problem ist, wir sind allein, die USA hält sich raus.“ 

Sein Fazit: „Mit dem erpresserischen Erdogan muss ein Abkommen gefunden werden.“ Und auch mit Putin müsse mit aller Härte verhandelt werden, denn: „Der Schlüssel zum Nahen Osten liegt nicht mehr in Washington, sondern in Moskau.“ Gräfin von Lauerhoff

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