Kultur

Mit einem Museum wird das kulturelle Erbe des Kunstmalers Rudolf L. Reiter erhalten 

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Victoria Reiter mit ihrem Mann Hamit

Erdings verstorbener Jahrhundertkünstler erhält Ausstellung

Erding – Tochter Victoria und ihr Mann Hamit Ataseven haben die Wohn- und Arbeitsräume am Mühlgraben ausgeräumt und saniert.

„Es war der letzte Wille meines Vaters, dass wir weitermachen. Wir wollen das Lebenswerk, an dem auch meine Mutter Anteil hat, so ehren und mit wechselnden Ausstellungen einen Beitrag zum kulturellen Lebens Erdings leisten“, sagt Victoria Reiter. „In der Dauerausstellung (Öffnungszeiten Fr., Sa. So. von 10-12 und 14-18 Uhr) können über 30 Bilder, dazu Grafiken und Drucke besichtigt werden“, informiert Ataseven, der in der Liegnitzer Straße die beliebte Bar „Habe die Ehre“ betreibt. 

Anfang November gibt es eine große Gedenkausstellung mit Grafiken und Lithografien, die man auch erwerben kann. Großformatige Bilder kommen aber nicht in den Verkauf. So bleiben sie im Besitz der Galerie und damit der Öffentlichkeit erhalten. 

Wer möchte, kann aber von den Originalkunstwerken eine auf Leinwand gedruckte Ausfertigung haben, die nach Wunsch individuell gerahmt wird. Zum 1. Todestag Reiters findet am 26. Juni 2020 im Frauenkircherl eine Ausstellung mit zahlreichen Originalwerken aus allen Schaffensbereichen Reiters statt. 

Reiter war von Beruf Drucker und Schriftsetzer. Seit 1970 war er freischaffender Künstler in Erding, später auch in New York und in Hamaroy in Norwegen. 1995 begann er die Landschaftsinstallation Zeit der Wiederkehr. 2011 veröffentlichte er sein Werkverzeichnis Die Wunden meiner Seele mit 8600 Werken aus mehr als 40 Jahren Schaffenszeit. 

Reiter starb nach schwerer Krankheit am 26. Juni 2019 in einem Krankenhaus in Wartenberg. Zu seinen Auszeichnungen zählt die Steubenmedaille für Deutsch-Amerikanischen Kulturaustausch, die Ehrenmitgliedschaft der Hamsungesellschaft Hamaroy in Norwegen und der Kulturpreis des Landkreises Erding. 

Das Museum Erding hat einen eigenen Raum mit Werken Reiters. „Dass die Sammlung Rudolf L. Reiter einen festen Platz im Museum gefunden hat, stellt einen Meilenstein im kulturellen Leben Erdings dar“, sagt Oberbürgermeister Max Gotz. „In Bälde sehen Sie im Museum Erding eine aktualisierte Hängung der Sammlung R. L. Reiter, die sein umfassendes Schaffenswerk widerspiegelt“, kündigt Museumsleiter Harald Krause an.Bauersachs

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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