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Mit einfachen Übungen zum Erfolg

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Marvjn Trocha. Birgit Mooser-Niefanger, Adrian Strehler, Christina Rothbauer, Werner Tschurtschenthaler, Bernhard Winkler, Katie Serenfry und Arne Stiffel (v.l.) bei der Präsentation der Life-Kinetik-Übungen bei Aruso Erding. © Brückner

Löwen-Urgestein Bernhard Winkler, zweiter in der ewigen Torschützenliste des TSV 1860 München unterstützt ab sofort den SV Zukunft

Erding – Seinen ersten Einsatz hatte er am vergangenen Dienstag bei Aruso in Erding. „Ich will jungen Erwachsenen helfen, erfolgreich zu werden und zu bleiben“, sagt er. Sein eigener Weg zur Karriere war auch nicht immer gradlienig, deswegen will er jungen Leuten mit einem Bewegungsprogramm für das Gehirn zum Verbessern der Leistungsfähigkeit, das einfach erscheint, sich aber als durchaus schwierig erweist, in spielerischer Form beibringen, dass sie mit wenigen Mitteln viel tun können. Es handelt sich um eine langfristig angelegte Trainingsmaßnahme in Zusammenarbeit mit Aruso Erding, die für diejenigen gedacht ist, die bisher auf dem Arbeitsmarkt ihren Platz noch nicht gefunden haben. Ein Testlauf hat so gut gepklappt, dass Aruso von sich aus gezielt angefragt hat, ob es nicht möglich ist, eine strukturierte Maßnahme anzubieten, die jugendlichen Heranwachsenden eine neue Chance bietet. „Koordination und Konzen- tration spielen eng zusammen“, weiß Winkler. „Die Jugendlichen finden schnell einen Draht zueinander, es tauchen Probleme auf, die wir sonst nicht erkannt hätten“, sagt Christina Rothbauer von Aruso, die die Maßnahme federführend betreut. Ihre Mittel sind begrenzt und dürfen nur für Projekte eingesetzt werden, die der sofortigen Arbeitsaufnahme dienen. Ohne den SV Zukunft hätte sie keine Chance, die jungen Erwachsenen so gut zu betreuen. „Im Bereich Erding sind wir ohnehin stark vertreten“, sagt Birgit Mooser-Niefanger, zweite Vorsitzende des SV Zukunft. Das Coaching durch den Verein kann die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstbewusstsein der Teilnehmer stärken sowie sie motivieren. Sie lernen auch, mit Rückschlägen besser umzugehen. Im Jahr 2016 werden bei Aruso weitere Trainingseinheiten angeboten. Werner Tschurtschenthaler, ebenfalls neu beim SV Zukunft, und Mooser-Niefanger wollen mit den Jugendlichen weiter arbeiten und sie dabei unterstützen, sich sicher und selbstbewusst auf den Weg in ihre individuelle Zukunft zu machen. „Es ist wichtig, das im Ehrenamt zu tun“, sagt Tschurtschenthaler. „Oftmals fehlt gar nicht viel. Man muss nur die Vision und die Kraft mitgeben, dass die jungen Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen“. Das hält Mooser-Niefanger für eine wichtige Aussage. „Der Transfer über den Sport gelingt viel besser“, sagt sie. Vor Anfragen kann sich der SV Zukunft kaum retten. Auch die Institutionen, bei denen er schon war, wollen, dass er baldmöglichst wieder kommt. Finanziert wird er zwar durch die Arbeitsagenturen oder Stiftungen, wie zum Beispiel im speziellen Fall von der Tribute to Bambi Stiftung. Dennoch können nur geringe Aufwands- pauschalen für die Trainer gezahlt werden, denn das Honorar, das Sportler normalerweise bekommen, würde den Rahmen sprengen. „Wir hören auf jeden Fall erst auf, wenn sich was bewegt“, sagt Mooser-Niefanger. Das dauert ihrer Erfahrung nach etwa vier Besuche. „Wir wollen die Jugendlichen ja nicht in Beratungszustand halten, sondern dazu bringen, dass sie selbst das Hirn einschalten“, sagt Mooser-Niefanger.

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