Stadtrat tagt

Erding braucht mehr Obdachlosenunterkünfte

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Symbolbild

Der Stadtrat hat sich mit Problem- und Extremfällen der örtlichen Obdachlosensituation befasst

Erding – Etwa 120 Obdachlose gibt es in Erding, die auf vier Unterkünfte verteilt sind. Den größten Anteil machen Deutsche aus, gefolgt von den Nationalitäten Türkisch und Bulgarisch. Eric Stauch vom Liegenschaftsamt machte im Zuge der jüngsten Stadtratssitzung auf einige Extremfälle aufmerksam, die die örtliche Verwaltung belasten. 

Dazu gehören schwere Sachbeschädigungen der Unterkünfte (Zerstören von Fenstern, Türen, Mobilar) durch aggressive Bewohner, unkontrolliertes Zumüllen der Umgebung sowie nicht bezahlte Schulden. 

So sammelte eine Frau, die seit 2008 in Erdings Obdachlosenunterkünften wohnt, bereits knapp 20.000 Euro Schulden an – ohne erkennbare Absicht, diese zu begleichen. Dies sind allerdings Ausnahmefälle; laut Stauch verhält sich mit etwa 85 Prozent die große Mehrheit der Obdachlosen unauffällig. 

Grundsätzlich ist die Stadt in der Pflicht, Obdachlosen ein Dach über dem Kopf anzubieten – auch den Problemfällen. Dem Wunsch nach einem Ausbau der Unterkünfte mit mehr Komfort steht gegenüber, dass die Unterkünfte eben keinen Anreiz zu einem dauerhaften Aufenthalt geben sollen. Vielmehr sind es Notlösungen, die den Betroffenen helfen sollen, schnellstmöglich wieder auf eigenen Beinen zu stehen. 

Eine Sache ist OB Max Gotz allerdings klar: Die 120 Plätze werden künftig nicht mehr ausreichen. Erding wird neue Unterkünfte an einem neuen Standort bekommen – dies wird allerdings Aufgabe des nachfolgenden Stadtrates nach der Kommunalwahl am 15. März sein. Helga Stieglmeier (Grüne) und Petra Bauernfeind (Freie Wähler) forderten eine bessere Betreuung und Begleitung, vor allem der psychisch kranken Obdachlosen, um ihnen Wege aus ihrem Dilemma aufzuzeigen. Burkhard Köppen (CSU) ergänzte: „Die Unterstützung auf Dauer kann nicht von der Verwaltung kommen, sondern von der Gesellschaft.

Wir müssen Obdachlose psychosozial begleiten, zurück ins Leben zu kommen. Andererseits müssen wir die Nerven haben, denjenigen, die unsere Plätze unbefugt blockieren, die Rote Karte zu zeigen. Dass jemand 12 Jahre in unseren Unterkünften wohnt – das darf nicht sein.“

Tablets für die Mittelschulen

Die Erdinger Mittelschulen werden mit 120 Tablets ausgestattet; von den 70.000 Euro Gerätekosten fallen nach Abzug der Förderung des Freistaats 7000 Euro für die Stadt Erding an. Um die Geräte optimal betreiben zu können, ist in diesem Zuge eine Versorgung mit WLAN in den gesamten Schulhäusern nötig. Die Installation jener „Access Points“ beläuft sich auf 12.200 Euro für beide Schulen. Dieser Betrag ist nicht förderfähig und wird von der Stadt getragen.

Umweltpreis für den Kleingartenverein Altenerding

Der Umweltpreis mit einer Dotierung von 500 Euro wurde an den Kleingartenverein Altenerding verliehen – für beachtliche Leistungen zur Erhaltung des natürlichen Lebensraumes in Erding - phi

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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