Mobilität

Erdinger Bürger flexibel bei Wahl ihrer Verkehrsmittel

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Erste Erkenntnisse für das Mobilitätsentwicklungskonzept (MEK) der Stadt Erding: Auto wird – noch vor dem Fahrrad – am häufigsten genutzt

Erding – So legte das mit der Erarbeitung beauftragte team red jetzt das Ergebnis der Beschäftigtenbefragung vor. An der Online-Befragung nahmen im April 616 Beschäftigte aus 38 Unternehmen und Institutionen teil.

Gefragt wurde unter anderem, welche Entfernungen mit welchen Verkehrsmitteln zu welcher Jahreszeit zurückgelegt werden oder welche Arten von Parkplätzen zur Verfügung stehen. 

Am häufigsten nutzen die Beschäftigten das Auto. Die Zahlen liegen mit 71 Prozent im Winter erkennbar höher als im Sommer mit 62 Prozent. Das entspricht in etwa dem bundesweiten Durchschnitt. 

Am zweithäufigsten wurde in der Umfrage das Fahrrad/Pedelec als Verkehrsmittel genannt. Hier steigt die Zahl der Nutzer von neun Prozent im Winter auf 21 Prozent im Sommer. „Was die Erreichbarkeit des Betriebs mit dem jeweiligen Verkehrsmittel anbelangt, sind fast 80 Prozent der Radfahrer mit der Situation zufrieden.

Bei den Nutzern von Bussen und Bahn sind es nur 34 Prozent“, erklärt Projektleiter Tobias Kipp. Darüber hinaus ermittelte team red die Bereitschaft der Befragten, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. 

Von denen, die weder im Winter noch im Sommer zur Arbeit radeln und deren Anfahrtsweg unter zehn Kilometern liegt, antworteten 28 Prozent mit „Ja“ und 25 mit „Vielleicht“ auf die Frage, ob sie aufs Rad wechseln könnten. 41 Prozent lehnten es ab. 

„Hier wollen wir nachforschen, was geschehen muss, damit die Wechselwilligen auch wirklich umsteigen“, so Kipp. Die Beschäftigten sollten auch Probleme angeben und Verbesserungsvorschläge machen. Die Teilnahmequote bezeichnete der Projektleiter als sehr zufriedenstellend. 

Aus den Daten ließen sich aussagekräftige Rückschlüsse ziehen. Bereits abgeschlossen wurde auch eine repräsentative Online-Befragung der Bürger Erdings. Für die Erhebung wurden insgesamt 6000 Personen per Zufall ausgewählt und angeschrieben.

Bis Ende Mai hatten rund 1750 Personen ab 14 Jahre teilgenommen. „Hier hat die Teilnahmebereitschaft unsere Erwartungen übertroffen“, betont Kipp. Neun von zehn Bürgern verfügen laut Auskunft über ein funktionsfähiges Fahrrad, rund die Hälfte nutzt es zumindest in den Sommermonaten mehrmals in der Woche oder sogar täglich.

Die Auswertung dieser Umfrage soll bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Die Ergebnisse fließen in das Mobilitätsentwicklungskonzept ein. Für die engagierte Mitarbeit bedankt sich Oberbürgermeister Max Gotz bei allen teilnehmenden Bürgern. cw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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