Unverpackt, regional, ökologisch

Der erste Unverpackt-Laden in Erding: Lela Lose

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Daniela Kronpass hat in der Freisinger Straße in Erding den ersten Unverpackt-Laden eröffnet

Unverpackt, regional, ökologisch: Daniela Kronpass hat in der Freisinger Straße in Erding den ersten Unverpackt-Laden eröffnet

Erding - Ein kleines nachhaltiges Paradies hat Daniela Kronpass in der Freisinger Straße in Erding geschaffen. Sie ist die Inhaberin des Geschäfts „Lela Lose“ – dem ersten Unverpackt-Laden in der Region.

Die Idee dazu entstand bereits 2018, als die ersten Unverpackt-Läden in Deutschland eröffneten. „Meine Schwester Lisa und ich dachten, das machen wir!“, erzählt die Inhaberin. Gesagt, getan. Sie eröffneten einen Unverpackt-Laden in Freising. Der Gedanke, nach Erding zu gehen, kam Daniela Kronpass, weil sie in Freising viel Erdinger Kundschaft hatte. Wiederholt wurde sie gefragt, ob sie nicht in Erding auch ein Geschäft eröffnen wollte – und sie wollte.

Im Januar hat die 28-Jährige Lela Lose eröffnet und er wird von den Erdingern toll angenommen, erzählt sie. Jeder, der im Unverpackt-Laden einkauft, kann seine eigenen Behälter und Gläser mitbringen und sie vor Ort befüllen. Wer keine eigenen Behälter dabei hat, kann sie natürlich auch im Geschäft erstehen. 

Zu kaufen gibt es hier fast alles: Nudeln, Reis, Müsli, Nüsse, Öle und Gewürze – aber natürlich auch Wasch- und Reinigungsmittel, Zahnbürste- und pasta, Shampoo und Seifen; das Sortiment ist groß. „Natürlich habe ich keine 20 Reissorten im Regal stehen. Das wollen meine Kunden aber auch gar nicht. Ich habe vier Sorten und das ist absolut ausreichend“, erzählt Daniela Kronpass. Hauptsächlich bevorzugt die Inhaberin regionale und biologische Produkte. Praktisch alles im Unverpackt-Laden ist – wie der Name schon sagt – nicht verpackt. Lediglich Trockenfrüchte und Gummibärchen sind in Plastik eingehüllt, „das geht leider nicht anders, weil sie sonst austrocknen“, erklärt die Inhaberin. 

Die Ware wird in 20 Kilo schweren Papiersäcken angeliefert oder in Pfandbehältern, die wieder verwendet werden können. Darin wird beispielsweise Öl oder Gewürze transportiert. Preislich „kann und will“ die 28-Jährige nicht mit Discounterpreisen mithalten. „Die Preise sind fair und ich denke, dass kann sich jeder leisten.“ So kostet ein Kilo Nudeln um die vier Euro ebenso wie Milchreis, Basmatireis kostet im Kilo etwa sechs Euro. 

Besonders freut sich Daniela Kronpass über ihre vielseitige Kundschaft. Singles, Familien und auch ältere Leute kaufen gerne bei Lela Lose und tragen ihren Teil dazu bei, Verpackung und Plastik zu sparen. „Ich finde es toll, dass bei den Leuten ein Umdenken stattfindet, so kann wirklich viel Müll gespart werden. Auch über die Resonanz der Kunden freut sich die 28-Jährige, wenn ihr die Leute berichten, dass sie einen gelben Sack weniger brauchen würden. 

Und wie ist es bei Daniela Kronpass? Verzichtet sie auf Plastik?: „So weit es irgendwie geht schon. Klar, ich kaufe ich mir auch mal eine Tüte Chips, aber grundsätzlich achte ich darauf, wenig Müll zu produzieren.“ Die Inhaberin ist auch der Meinung, dass die Industrie mehr dazu beitragen müsste, Müll zu vermeiden und Alternativen aus Glas oder abbaubaren Materialien anzubieten, sodass Müll fast gänzlich vermieden werden kann. 

Seit April gibt es neben Kuchen, süßen Teilchen und Kaffee dienstags und donnerstags ein Mittagsmenü – frisch gekocht – natürlich aus den regionalen Produkten des Unverpackt-Ladens. Mehr zu Lela Lose gibt es online unter www.lelalose.de - ale


Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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