Familie & Soziales

Familienstützpunkte im Landkreis

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Von links: Landrat Martin Bayerstorfer, Kathrin Löblein (Koordinierungsstelle Familienbildung und Familienstützpunkte), Sabine Wolf (Fachbereichsleitung Erziehungsberatung) und Peter Stadick (Fachbereichsleitung Jugend und Familie).

In Wartenberg, Taufkirchen, Forstern und Dorfen ist der Start der Stützpunkte für September geplant

Landkreis – Um Eltern wohnortnah in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstützen und das Zusammenleben als Familie zu fördern, wurde das Programm zur „Förderung der strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und von Familienstützpunkten“ vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ins Leben gerufen.

Der Start dieses innovativen Projekts für den Landkreis Erding ist der Initiative der CSU-Kreistagsfraktion und Landrat Martin Bayerstorfer zu verdanken. 

Die CSU-Kreistagsfraktion stellte im November 2015 den Antrag, die „Errichtung von Familienstützpunkten als niedrigschwelliges Angebot mit wohnortnaher Lotsenfunktion“ zu prüfen. 

2016 folgte eine Umfrage bei allen Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises, ob an der Einrichtung von Familienstützpunkten Interesse besteht. Nachdem einige positive Rückmeldungen eintrafen, wurde vom Jugendhilfeausschuss im Juni 2017 die Teilnahme an dem Förderprogramm beschlossen; im März 2018 konnte die Koordinierungsstelle für Familienbildung ihre Arbeit aufnehmen. 

Die Wirksamkeit des Programms wurde bereits über einige Jahre hinweg von Modellprojekten in verschiedenen Landkreisen Bayerns getestet. Die eingerichteten Koordinierungsstellen und Familienstützpunkte arbeiteten sehr erfolgreich und mit großer positiver Resonanz bei den Eltern. 

Familienstützpunkte sollen eine gut erreichbare, erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um den familiären Alltag sein, insbesondere für Fragen zur Erziehung. In ihrer Lotsenfunktion können Familienstützpunkte auch bei Fragen weiterhelfen, welche Hilfemöglichkeiten es zu den jeweiligen Schwierigkeiten gibt oder wo welche Leistungen beantragt werden können. 

Darüber hinaus sollen sich die Familienstützpunkte zu einem Ort gelebter Familien­kultur entwickeln, an dem Eltern und Großeltern, Kinder und Jugendliche gerne zusammen kommen, sich informieren, austauschen und vernetzen können.

Zwei Umfragen in Erding 

Die ersten Schritte im Erdinger Projekt waren zwei umfangreiche Erhebungen: zum einen die Befragung aller Anbieter von Familienbildung, um festzustellen, welche und wie viele Angebote für Eltern es wo genau in unserem Landkreis eigentlich gibt. 

Zum anderen wurden alle Eltern des Landkreises nach ihren Wünschen und Bedürfnissen an Familienbildung befragt. Der Abgleich der Ergebnisse aus diesen beiden Befragungen erbrachte wichtige Erkenntnisse – beispielsweise, dass insbesondere im ländlichen Raum Beratungsangebote und Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie interaktive Bildungsangebote fehlen. 

Die Einrichtung von Familienstützpunkte ist in unserem Landkreis daher sinnvoll und sehr zu empfehlen. Insbesondere im ländlichen Raum wird dieses vielfältige Angebot das Leben von Familien unterstützen und bereichern. Familienstützpunkte sollen für alle Eltern mit allgemeiner Beratung, pädagogischen Freizeit und Spielangeboten sowie Bildungsangeboten für Eltern da sein. 

Der Start der Familienstützpunkte in den Gemeinden Wartenberg, Taufkirchen und Forstern sowie der Stadt Dorfen ist für September diesen Jahres geplant; die Gemeinde Fraunberg startet nächstes Jahr nach dem Umbau des Kinderhauses St. Florian. df

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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