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„Fast zu lange von der Substanz gelebt“

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Viele Straßen im Landkreis müssen saniert werden. Autofahrer müssen daher immer wieder mit Straßensperrungen rechnen und Geduld aufbringen. Foto: Brückner © Brückner

So viel Geld wie nie hat der Landkreis in den Haushalt 2014 für den Straßenbau eingestellt. 4,2 Millionen Euro fließen in Reparatur, Um- und Neubau.

Erding – Freilich, das hat zur Folge, dass Verkehrswege teilweise gesperrt werden müssen, oder zumindest beeinträchtigt sind. Rund um die Kreisstadt herum werden vor allem in den Sommerferien Verbindungen saniert, denn der Schulbusverkehr muss möglichst ungestört funktionieren, er hat absoluten Vorrang. Doch alles kann man nicht in den sechs Wochen erledigen. Landrat Martin Bayerstorfer hatte Peter Weywadel, der am Staatlichen Bauamt in Freising für Straßenbauprojekte im Landkreis zuständig ist, eingeladen, damit ein zusammenhängender Überblick über die Arbeiten der verschiedenen Baulastträger möglich ist. 13 Maßnahmen sind geplant, wobei es sich nur um zwei neue Verbindungen, in dem Fall die Radwege zwischen Indorf und Walpertskirchen und entlang der ED 7 nach Notzingermoos, handelt. Hier ist vor allem der Grunderwerb schwierig, denn wenn ein Eigentümer nicht verkaufen will, so gibt es für diese Verkehrsanbindung keine Möglichkeit der Besitzeinweisung. Der Rest ist Instandhaltung. Das müsse sein, denn wenn man den Bestand nicht pflege und erhalte, stünden irgendwann größere Maßnahmen ins Haus, so Weywadel. „Wir haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu sehr vom Bestand gelebt“, bekannte er. Freilich, im vergangenen Jahr hat das Straßenbauamt etwa zwei Millionen Euro in die Erneuerung von Teerdecken gesteckt, doch heuer wird eher ausgebessert. Deswegen fließen auch nur geringere Summen. Rund 370.000 Euro sind eingeplant. Weywadel hatte aus der Domstadt Gebietsinspektor Harry Pittroff, in dieser Funktion Ansprechpartner für die Gemeinden, mitgebracht und Dr. Robert Braun, der über die Projekte informierte. Das Straßenbauamt beschränkt sich in diesem Jahr hauptsächlich auf Reparaturarbeiten, die zum Teil noch unter Gewährleistung der Firmen ausgeführt werden, da gilt es, Fristen zu wahren, wie etwa bei der Abzweigung von der B 15 nach Egalfing. Sie wurde vor drei bis vier Jahren gebaut und muss nun repariert werden, bevor die Garantie der ausführenden Firma abläuft. Mindestens eine Woche ist das Terrain gesperrt. Das Amt hat darauf geachtet, dass die Anlieger möglichst wenig belastet und Voll- und Teilsperrungen möglichst gering gehalten werden. Dennoch kommt es vor allem im Osten des Landkreises zu Störungen. Dorfen und Taufkirchen sind von wochenlangen Baumaßnahmen betroffen. Doch die Vertreter des Straßenbauamtes sicherten zu, dass großräumig umgeleitet werde. Im Westen des Landkreises fallen weniger, aber dafür absolut eilige Arbeiten an. Oberste Priorität genießt der Ausbau der Flughafentangente-Ost (FTO).Sie wird bis zur Abfahrt beim Erdinger Weißbräu vierspurig angelegt. „So schnell haben wir ein Planfeststellungsverfahren schon lange nicht mehr durchgezogen“, sagte Weywadel. Doch ob dritte Startbahn oder nicht, die Straße müsse ertüchtigt werden, denn sie sei als äußerst unfallträchtig bekannt. Diese Maßnahme genießt allerhöchste Priorität, doch hier ist die Bahn mit am Werk, denn der S-Bahn-Ringschluss muss berücksichtigt werden, der quert die Straße und da ist man davon abhängig, wie schnell die Bahn tätig wird. Noch im April werden Fugen vergossen, doch erfolgt eine Sperrung nur in drei Nächten, um den Verkehr möglichst nicht zu behindern.ab

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