Feldkreuze in Fraunberg: Das sind die Geschichten dahinter

Das Garma Kreuz in Fraunberg
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Das Garma Kreuz in Fraunberg

Zwei Feldkreuze erinnern an Krieg, Flucht und die Dankbarkeit der Überlebenden

Fraunberg – In Bayern gibt es viele Feld- und Wegkreuze, bei vielen kennt man den Grund der Aufstellung und den Zeitpunkt nicht mehr. In Kemoding gibt es fünf Kreuze, plus zwei in der Kapelle. Zwei davon werden vorgestellt: Das Garmakreuz, es wurde nach dem 1. Weltkrieg von den überlebenden Soldaten errichtet zur Erinnerung an ihre gefallen Kameraden und aus Dankbarkeit, dass man den Krieg überlebt hat. Dort befindet sich auch eine Rosen mit dem bezeichneten Namen „Peace“. Jahrzehntelang wurde es von der inzwischen verstorbenen Helene Algasinger „Garmerbäuerin“ geborenen Faltermaier gepflegt.

Das Hieringer Kreuz

Das Heringer oder Müller Kreuz, dieses Kreuz wurde von der Familie Fritz und Marianne Müller geb. Klein 1995, 50 Jahre nach ihrer Flucht und Vertreibung aufgestellt. Aus Dankbarkeit, dass Fritz die Flucht aus Schlesien nach Niederbayern über 800 km mit Pferd und Wagen innerhalb von 6 Monaten unbeschadet überstanden hat. Dasselbe gilt für Marianne, die mit nur 70 kg Gepäck aus dem Sudetenland vertrieben wurde und im Viehwagen in Bayern ankam. Beide wollen mit diesem Kreuz auch ihre Dankbarkeit ausdrücken, in Kemoding ein neues Zuhause gefunden zu haben. Sie haben heute eine Tochter, vier Enkeltöchter und drei Urenkel. - Andreas Faltermaier

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