CSU Erding

Ganztagsbetreuung wichtiger denn je

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Annett Teubner (l.), und der Vorsitzende des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport der CSU, Josef Sterr (r.), hatten die Vorsitzende der Projektgruppe Ganztagsschule und stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion Kerstin Schreyer-Stäblein (M.) eingeladen, Interessierten die Neuerungen in ihrem Fachbereich nahezubringen.

Zur Infoveranstaltung mit MdL Kerstin Schreyer-Stäblein zu Neuerungen im Bereich Ganztagesschulen haben Josef Sterr und Dr. Annett Teubert gebeten

Erding – Der Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport des CSU-Kreisverbandes (AKS), den Sterr leitet und in dem Taubert Vorstandsmitglied ist, hat die stellvertretende Vorsitzende der CSU Landtagsfraktion eingeladen, Interessenten das Thema nah zu bringen. Schreyer-Stäblein, die gemeinsam mit Grudrun Brendel-Fischer Vorsitzende der Projektgruppe Ganztagsschule ist, machte deutlich, dass es für alle passgenaue Angebote geben soll. Sie ist ausgebildete Sozialpädagogin und erklärte, dass das Thema Ganztagesschule immer bedeutender werde. So habe der Landtag beschlossen, dass es entsprechende Angebote in allen Schulen bayernweit geben solle. Bis 2018 sollen sie für alle Schüler unter 14 Jahren verfügbar sein, momentan läuft ein Pilotprojekt mit 100 Gruppen, das gefördert wird, aber es sei durchaus auf 1.000 und mehr Gruppen ausweitbar, so die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion. Dabei will sie nicht am Grünen Tisch entscheiden, dass plötzlich alles anders wird und die Dinge neu erfinden, sondern auch auf Bewährtes zurückgreifen. Sie habe verschiedene Schulen besucht, berichtet sie. In Hof und Wunsiedel laufe das bestimmt anders ab, als in München oder in Aying. Wichtig sei, dass alle Angebote die gleiche Qualität hätten. Der gebundene Ganztagsbereich, an dem die Kinder mindestens vier Tage pro Woche teilnehmen müssen, ist derzeit schon vorhanden, aber den offenen Teil, an dem die Eltern nach Bedarf buchen können, mindestens aber zwei Tage belegen müssen, existiert derzeit nur als Pilotprojekt. Der Mangel an sozialpädagogischen Fachkräften sei nur im Großraum München vorhanden, in den anderen Gebieten dagegen nicht. Sie stellte anhand verschiedener, bereits existierender Modelle vor, wie flexibel das System gehandhabt werden kann. Hort, Mittagsbetreuung und Heilpädagogischer Tagesstätte wird dabei gleiche Bedeutung beigemessen, wie bisher, funktionierende Systeme sollen nicht gekippt werden. Kinder mit Behinderung werden eingebunden, egal ob geistiger oder anderer Natur. 300 Gruppen seien im Pilotprojekt, mindestens 1.000 weitere könnten 2016/17 dazukommen. Die Eltern müssen nur für das Mittagessen bezahlen, die Betreuung ist an vier Tagen bis 16 Uhr kostenlos, darüber hinaus oder in Ferienzeiten könnten die Eltern an den Kosten beteiligt werden. Der Preis wird von den Kommunen festgelegt. Der Gemeinderat müsse den Bedarf vor Ort errechnen, nur so sei eine passgenaue Antwort möglich. „Die Kommunalpolitiker müssen eben rechnen, was es sie kosten würde und was sie sich leisten können“, forderte Schreyer-Stäblein. Eine Einheitslösung für ganz Bayern werde es nicht geben. Sterr war von den vielen Bausteinen, die man beliebig zusammensetzen kann, fasziniert. Das Publikum, hauptsächlich Lehrer, Sozialpädagogen oder Kommunalpolitiker, stellte anschließend qualifizierte Fragen. Neuchings Bürgermeister Hans Peis sagte, dass die Kosten nicht an den Kommunen hängen bleiben dürften, weil die finanziell alle unterschiedlich ausgestattet seien und das Angebot eventuell nicht machen könnten. „Es ist viel mehr Flexibilität möglich, als die Schulleiter wissen“, sagte Schreyer-Stäblein. Doch müssten die Kinder an mindestens zwei Nachmittagen da sein und ein „Kopf“ mit pädagogischer Ausbildung die Betreuung überwachen, aber nicht jeder der dort arbeite, müsse eine entsprechende Vorbildung haben. Von acht bis 18 Uhr nur hochprofessionelle Betreuung zu haben, halte kein Kind aus, das sollte man ihm nicht zumuten, meinte Schreyer-Stäblein. Vor allem auch in Fragen der Flüchtlingsintegration seien Ganztagesklassen wichtig. Die Regierung des Freistaates nehme jedenfalls viel Geld in die Hand, um das Ganze zum Laufen zu bringen. Auf lange Sicht sollten auch die weiterführenden Schulen nach der Jahrgangsstufe vier eingebunden werden. Das Ergebnis des Ganztagesgipfels der Staatsregierung fasste Schreyer-Stäblein jedenfalls positiv zusammen: „Wir haben ein größeres Ergebnis erzielt, als gefordert“, attestierte sie.

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