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Gustav Weltrich wird Ehrenbürger

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Wartenberg

(and) – Was bildet die Grundlage, für besondere Verdienste ausgezeichnet zu werden? Sicherlich jahrzehntelanges Engagement für die Heimatgemeinde in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht; und dieses nicht nur als amtierender Rathauschef sondern auch noch als Altbürgermeister über die eigentliche Amtsperode hinaus. 18 Jahre hat Gustav Weltrich als ehrenamtlicher Bürgermeister die Hebel in der Marktgemeinde Wartenberg in Bewegung gesetzt. Bereits seit 1966 war er als Mitglied im Gemeinderat aktiv. Seine Erfolge lesen sich wie ein rasanter Strategieplan, der die Marktgemeinde bildungstechnisch, infrastrukturell und kulturell in die Position eines florierenden und über die Landkreisgrenzen bekanntes Klein- zentrum katapultiert hat. Dieser schier unerschöpfliche Aktionismus wurde nun mit der höchsten Auszeichnung, die die Marktgemeinde zu vergeben hat, entsprechend honoriert. Gustav Weltrich wurde in einem feierlichen Rahmen die Ehrenbürgerschaft verliehen. Zu den zahlreichen Gratulanten, die sich aus diesem Anlass im Hotel Reiter Bräu zusammengefunden hatten, waren neben seiner Familie, aktuellen und ehemaligen Gemeinderatsmitgliedern auch Altbürgermeister Walter Rost und Weltrichs “gute Seele” Elisabeth Hofmaier vertreten. Wartenbergs amtierender Bürgermeister Manfred Ranft würdigte in seiner Laudatio nicht nur die zahlreichen politschen Verdienste seines Vorgängers (s. Textfeld). Weltrich machte sich zudem durch seine musische Seite als Ehrenbürger verdient. Denn, so Ranft ”Zeitgleich mit deinem Amtsantritt als Bürgermeister begann ein ganzer Reigen von Opern-Foren, bei denen du anhand von Beispielen deine Zuhörer auf eine Oper eingestimmt hast, und mit denen Du dann einige Tage später eine Aufführung im Südostbaayerischen Städtettheater in Landshut besucht hast.” Insgesamt brachte Weltrich fast 30 Opern interessierten Zuhörern auf sehr lebendige Art und Weise nahe, genutzt wurde für die Präsentationen der sogenannte Herkulessaal der Strogenhalle bzw. der Atrium-Hof der Hauptschule. Das Bedürfnis, Kultur einer ‘breiten Masse’ spannend, gehaltvoll und authentisch nahezubringen mündete schließlich in der Gründung des KulturMarkt Wartenbergs, der sich seit Vereinsbeginn 1997 mit einem facettenreichen und generationenübergreifenden Programm zu einer maßgeblichen Institution Wartenbergs entwickelt hat. Vom Wartenberger gesellschaftlichen und politischen Parkett wird er sich denoch nicht gänzlich zurückziehen, denn nach wie vor steht Weltrich mit seinem Wissen und seiner Empirie zur Verfügung. Insofern -resümierte Weltrich mit feinem Wortwitz “... dass man halt auch einmal gefragt werde, wenn auch nur der Form halber.” Mit den Worten “Für mich ist dies nicht nur eine Ehre sondern auch eine Verpflichtung.” bedankte sich Weltrich für die verdiente Auszeichnung, “... zumal ich mich jetzt gesitteter aufführen muss.” fügte er jedoch schmunzelnd hinzu.

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