Vereinsjubiläum

Der historische Verein Erding  ist 40 Jahre und kein bisschen alt

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Der neue (alte) Vorstand des Historischen Vereins Erding: (vorne l.) Heike Kronseder (l.) und Erna Weinzierl, dahinter (v.l.) Christian Numberger, Anton Hirth und Heidi Menzel

Man glaubt es kaum, dass der Historische Verein schon 40 Jahre auf dem Buckel hat. Denn er ist trotz aller Geschichte sehr modern und erfolgreich geführt.

Nach einem positiven Kassenbericht, die Vereinskasse ist trotz des Festes zum 40jährigen Bestehen gut gefüllt, blickte die alte und neue Vereinsvorsitzende Heike Kronseder in einer launigen Rückschau auf die vergangenen Jahre zurück. Mehr als 1000 Kulturveranstaltungen für die Erdinger Bürger hat der rührige Verein vorzuweisen. Einige markante führte sie näher aus, dazu hat sie in der 40jährigen Chronik geblättert (der Verein führt ein dickes Chronikbuch, in dem alle Veranstaltungen aufgeführt sind.) Viele Kupfertafeln an besonderen, historischen Bauten in Erding stammen vom Historischen Verein, der Alois-Schießl-Platz in Erding ist auf eine Anregung des ehemaligen Vereinsvorsitzenden Gerhard Schmidt und sein Team zurückzuführen. Als Beleg zitierte Heike Kronseder aus einem Brief des leider kürzlich verstorbenen Altbürgermeisters Gerd Vogt an den Verein „Ich freue mich dass diese Entscheidung auch in Verbindung mit Ihrer Anregung steht, 18. Februar 1982“.

Die Ausstellungsreihe „Sammler zeigen ihre Schätze“ ist ein Erfolgsmodell und eine Idee des Historischen Vereins unter vielen anderen. Kronseder erinnerte auch an die Arbeit in Altham, als der Verein half, das Kirchlein St. Benedikt zu renovieren oder an die vielen Stunden harter Muskelarbeit bei der Renovierung der historischen Kegelbahn im Schloss Aufhausen. Als große Ehre empfindet es der Verein, dass er 2018 den Kulturpreis des Landkreises Erding erhielt. Zu erzählen gab es viel und immer wieder kam die Vorsitzende auf das gute Vorstandsteam zu sprechen und auf die Harmonie innerhalb des Vereins. Mittlerweile ist dieser von 40 Gründungsmitgliedern, die bei der Versammlung geehrt wurden – sofern sie noch am Leben sind, auf 430 angestiegen. Sämtliche Kulturfahrten und davon bietet der Verein jährlich rund 13 an, sind immer ausgebucht, die Vorträge an den Montagen gut besucht. Das Programm reicht von ihnen, Lesungen, Musik, Ausstellungsbesuchen, Kulturfahrten zu Kirchen und Klöstern und historischen Sehenswürdigkeiten bis zu mehrtägigen Reisen.

 Als Kulturvermittlerin lobte Kronseder die Reiseleiterin. „Ich kenne niemanden, der mehr über Bayerische Geschichte weiß als Carmen Reinstädler“, sagte sie. Es wurden das Vereinsprogramm und die Jahresschrift 2019 Erding, mit Beiträgen, unter anderem unter dem Titel „Und dann ist es doch ganz anders“ von Rolf Koller, der sich mit dem Wandel der Forschungen zu obertägigen Bodendenkmälern im Raum Bockhorn befasst, vorgestellt. Ein Aufsatz über einen Erdinger Landpfarrer des 19. Jahrhunderts von Dr. Stefan Trinkl, ein Aufsatz über die „Scherenschnittkunst des Franz Xaver Stahl“, ein „Historischer Stadtspaziergang“ von Dr. Hans Bauer. Ein Bericht über die „Vereinsgeschichte – 40 Jahre Historischer Verein Erding“ von Kronseder sowie ein Aufsatz über den Grafiker Wilfried Lang von Michael Lang wurden ebenfalls präsentiert.

Die Neuwahlen leitete Ehrenmitglied Peter Wesche. Per Akklamation wurde der Vorstand gewählt. Es blieb beim bewährten Team aus Dr. Heike Kronseder, die damit ins 21. Jahr der Vereinsführung startet, Christian Numberger und Anton Hirth als ihre Stellvertreter, als Kassiererin Heidi Menzel, und als Chronistin und Schriftführerin Erna Weinzierl. Oberbürgermeister Max Gotz nahm trotz anderer zeitgleicher, Veranstaltungen an der Versammlung teil und lobte den Verein. Er betonte einmal mehr die Wichtigkeit des Ehrenamtes, sagte, dass er dessen Wert über alle Maßen schätze, und es für das Funktionieren einer Gesellschaft unendlich wichtig sei. Musikalisch wurde der Abend von der Harfenistin und Musikwissenschaftlerin Dr. Barbara Pöschl-Edrich, die nach den Formalien eine adventliche Stimmung zauberte, umrahmt. Von der 50 mal 70 Zentimeter großen Preiselbeer-Sahnetorte, die es zum Geburtstag gab, bekam jeder der etwa 120 Gäste ein Stück serviert  - ab

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