Igel brauchen im Herbst Hilfe

ie Naturschützerin und Igelexpertin Rosemarie Schiller aus Maria Thalheim möchte, dass viele Igel über den anstehenden Winter kommen Foto: to

Maria Thalheim

(to) – Gerade jetzt im Herbst, der nahrungsarmen Jahreszeit, sind die kleinen, schwachen September- Igel auf Zufütterung im heimischen Garten angewiesen. „Damit sie das Mindestgewicht von 600 Gramm für den anstehenden dreimonatigen Winterschlaf (Dezember bis März) erreichen, um zu überleben“, so Naturschützerin Rosemarie Schiller aus Maria Thalheim. Es gebe verschiedene Möglichkeiten der Zufütterung, erklärt sie. Im eigenen Garten Plastik-Boxen etwa 30 cm x 40 cm aus dem Baumarkt aufstellen. In diese ein 10 cm x 10 cm großes Loch als Eingang schneiden und mit Stroh füllen oder eine Futterstelle aus Holz bauen. Wichtig: „Dafür sorgen, dass an jeder gebauten Futterstelle genügend Wasser und Futter vorhanden ist. Den Igeln aber auf keinen Fall Milch geben und auch kein Obst, davon bekommen sie Würmer“, so die Expertin. Am besten wäre Katzensaft- oder Trockenfutter. Bei Jungigeln wäre Baby-Katzenfutter mit höherem Proteinanteil sinnvoll. Wenn jemand jetzt einen schwachen Igel findet, sollte er sich folgendermaßen verhalten: “Am Besten wäre, die Kontaktaufnahme mit einer Igelstation oder Sie versuchen, das Tier in einer geeigneten Schachtel bei mindestens 20 Grad Raumtemperatur mit ausreichend Wasser und Futter ein paar Wochen aufzupäppeln. Pro Woche nimmt ein Igel 100 Gramm zu. Bei genügend Körpergewicht könne er dann im Garten in einem kleinen Gehege zur Überwinterung freigesetzt werden, empfiehlt Schiller. Igelstationen Nächste Ansprechpartner wären folgende Igel-Stationen: iIn Moosburg Frau Kohler unter Tel. (0 87 61) 6 03 65, in Haag bei Frau Hahn unter Tel. (0 80 72) 9 89 40 oder in Maitenbeth Frau Deuflhard unter Telefon (0 80 76) 87 29. Dort erhalten die Igel bei der Erstversorgung evtl. eine Spritze gegen Lungenwürmer verabreicht, außerdem wird bei dem schwachem Tier eine Zecken- und Flohbehandlung durchgeführt. Da Igelstationen kein Geld verlangen dürften, sei die Behandlung kostenlos. Eine Spende sei aber jederzeit willkommen und wiederum hilfreich. Bei Fragen gibt Rosemarie Schiller aus Maria Thalheim, Am Hochfeld 9 gerne unter (0 87 62) 33 65 telefonisch Auskünfte und bietet jederzeit Infomaterial über Igel an. Infos gibt es auch im Internet unter www.pro-igel.de.

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