Impfungen

Ein Wunder der Medizin

Dank Impfungen konnten bereits einige Krankheiten komplett ausgerottet werden. Symbolfoto
+
Dank Impfungen konnten bereits einige Krankheiten komplett ausgerottet werden. Symbolfoto

Bereits vor über 2000 Jahren versuchten Menschen, sich durch absichtliche Infektionen gegen Krankheiten zu immunisieren. Seit dem haben Impfstoffe unser Leben erleichtert.

Über einen Biss oder eine Kratzwunde kann das Rabiesvirus vom Tier in den Körper des Menschen übertragen werden. Nach etwa drei Tagen der Vermehrung gelangt es dann über das Nervensystem ins Rückenmark und ins Gehirn. Der Mensch merkt davon erstmal: nichts. Erst zwei bis drei Monate, in Einzelfällen sogar Jahre später treten erkältungsähnliche Symptome auf. Dann folgen eine Gehirnentzündung und weitere Symptome wie anormales Verhalten, Halluzinationen und Schlaflosigkeit. Tollwut ist eine Krankenheit, die in aller Regel mit dem Tod endet – außer, man lässt sich gleich nach dem Biss dagegen impfen.

Impfungen haben dem Menschen viel Lebensqualität beschert. Die Tollwut wurde in Europa weitgehend ausgerottet, es treten nur noch sehr selten neue Fälle auf. Auch die Kinderlähmung oder Masern stellen für uns heute keine praktische Gefahr mehr dar. Mit einer einfachen Spritze wird man immun dagegen.

Bis ins 19. Jahrhundert machtlos gegen Epidemien

Bereits um 200 v. Chr. gab es im Fernen Osten Versuche, sich gegen Krankheiten durch absichtliche Infektionen zu immunisieren. Dazu wurden etwa Kurstenstücke der Pocken von Personen mit leichtem Krankheitsverlauf entfernt, zermahlen und inhaliert. Doch bis in das 19. Jahrhundert war die Menschheit in der Regel machtlos gegen große Seuchen. Die Wissenschaft wusste nämlich noch nicht, warum diese Krankheiten ausbrechen. Erst 1876 gelang es Robert Koch, endgültig zu beweisen, dass bakterielle Krankheitserreger existieren.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden schließlich zahlreiche Impfstoffe gegen verschiedene Infektionskrankheiten entwickelt. So gelang etwa ein Impfstoff gegen die Kinderlähmung, oder gegen Gelbfieber. Seit 1967 gibt es unter der Schirmherrschafft der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweite Impfprogramme mit dem Ziel, Krankheiten komplett auszurotten. Heute gibt es Impfstoffe gegen Cholera, Hepatitis A und B, Influenza, Röteln, Windpocken und vieles mehr.

Gegen Covid-19 wurden in Rekordzeit verschiedene Impfmittel entwickelt – teils nach jahrelanger Vorarbeit. Die Langzeitfolgen der Covid-19-Impfung sind natürlich noch nicht bekannt. Allerdings rechnen Experten mit keinen großen Auswirkungen auf die Gesundheit. Im Gegenzug sind die Langzeitfolgen einer Sars-Cov-2-Infektion teilweise verheerend. Selbst Personen mit mildem Covid-19-Verlauf berichten von schwerwiegenden Lungenschäden, anhaltender Kurzatmigkeit, Schäden am Herzen und anderen Organen sowie chronischer Müdigkeit. Impfungen bleiben da das einzige Mittel, sich weitgehend risikofrei zu schützen. Die moderne Medizin hat die Menschheit nur sehr selten enttäuscht. - mama

Auch interessant:

Meistgelesen

Cineplex Erding zeigt: Portugal – Der Wanderfilm
Erding
Cineplex Erding zeigt: Portugal – Der Wanderfilm
Cineplex Erding zeigt: Portugal – Der Wanderfilm
Jahreshauptversammlung und Ehrungen beim Heimatverein Gaden
Erding
Jahreshauptversammlung und Ehrungen beim Heimatverein Gaden
Jahreshauptversammlung und Ehrungen beim Heimatverein Gaden
PhilMINT – Philosophie trifft Naturwissenschaft
Erding
PhilMINT – Philosophie trifft Naturwissenschaft
PhilMINT – Philosophie trifft Naturwissenschaft
Wer sind die schnellsten Paddler auf dem Viererboard?
Erding
Wer sind die schnellsten Paddler auf dem Viererboard?
Wer sind die schnellsten Paddler auf dem Viererboard?

Kommentare