Aus dem Vereinsleben

Jahreshauptversammlung und Ehrungen beim Heimatverein Gaden

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Marianne Schuhmann (l.) und Rosemarie Hartinger wurden von Stefan Eicher für 40 Jahre treue Mitgliedschaft im Heimatverein Gaden  mit Urkunde und Magnum-Sekt ausgezeichnet.

Zur Jahreshauptversammlung konnte Stefan Eicher, der Vorsitzende des Heimatvereins Gaden, nicht allzu viele Mitglieder willkommen heißen. Nur rund 30 der insgesamt 195 Angehörigen des Traditionsvereins waren in den Bürgersaal des Feuerwehrhauses gekommen, um den Bericht des Vorstands zu hören, sich über die Kassenlage zu informieren und der Ehrung langjähriger Mitglieder beizuwohnen. 

Die Versammlung erhob sich nach der Begrüßung durch Stefan Eicher zum Gedenken an den im letzten Jahr viel zu früh verstorbenen Michael Faltlhauser, dann startete der Vorsitzende seinen Bericht mit interessanten Details: Eicher stellte die Altersstruktur des „Heimatvereins Gaden vor und konnte erfreut feststellen, dass 34 der insgesamt 195 Mitglieder zwischen einem und 17 Jahren alt sind, 45 liegen in der Altersgruppe der 18- bis 40-Jährigen. Die größte Gruppe stellen die 41 bis 60-Jährigen (77), 39 sind 61 oder älter. Und so konnte er feststellen: „Des gfreid mi, dass ungefähr 79 Mitglieder 40 Jahre oder jünger sind“, der Verein somit „eine gute Ausgangslage“ hätte. Das liegt sicher an den Erfolgen, die der Heimatverein mit seiner Theatergruppe regelmäßig einfährt, nicht zuletzt aber auch an den „Moosspatzen“, bei denen Kindergarten- und Grundschulkinder bis hinauf zu jungen Erwachsenen singen.

Im weiteren Verlauf des Vorstandsberichtes dominierte demnach auch das Theater, mit dem man im Herbst 2018 Erfolge eingefahren hatte wie nie zuvor. Trotz der auf sieben aufgestockten Vorstellungen mit gut 1.000 Plätzen, hätten nämlich noch weit mehr Karten verkauft werden können. Die Vereinsführung bedankte sich bei den Amateurmimen und den Helfern vor und hinter der Bühne sowie im „Theaterstadl“ für die enorme Leistung des Jahres 2017 im Januar 2018 mit einem Spieleressen, die Belohnung für 2018 ging im Januar 2019 über die Bühne. Zum Erfolgsmodell weitet sich offenbar auch der Gadener Kinderfasching aus: Im Februar 2018 tummelten sich rund 160 Personen im Bürgeraal, der Februar 2019 zeigte annähernd das gleiche Bild. Inzwischen sei es sogar so, dass „viele Eltern mit dem Auto vorfahren, die Kinder aussteigen lassen, ihnen Geld in die Hand drücken und den Kleinen verkünden, dass sie in drei Stunden wiederkommen“. Man entwickle sich offensichtlich zu einer „Kinderbetreuungseinrichtung“, sinnierte Eicher zu diesem Thema. Die Umweltaktion spielte im April 2018 wieder eine große Rolle, heuer ist sie für den 6. April in Planung. Ein voller Erfolg sei im April 2018 wieder das gemeinsame Weinfest der Gadener Vereine gewesen, genauso wie die Sonnwendfeier des Heimatvereins Ende Juni. In 2019 wird es dieses Fest möglicherweise nicht geben, kündigte Eicher an, um nicht mit der 100-Jahrfeier der Schützengesellschaft Niederhummel zu konkurrieren (27. bis 30. Juni 2019). Man war beim Patrozinium der Filialkirche St. Jakob dabei und konnte acht Mitgliedern zu runden Geburtstagen zwischen 50 und 80 Jahren gratulieren. Ein großes Fest feierte man am 28. Dezember 2018, dem 40. Jahrtag der Gründung des Heimatvereins.

Theater gespielt wird 2019 natürlich auch wieder, die Premiere ist derzeit für 19. Oktober geplant. Bis 3. November 2019 sollen dann wieder sieben Aufführungen über die Bühne gehen. Nach der Bühne hat jetzt auch der Bürgersaal eine neue Beleuchtungsanlage sowie einen Lüfter, „der aber noch nicht ganz ausreicht“, wusste Eicher, man werde wohl einen zweiten einbauen müssen. Das alles aber kostet Geld, das erst „verdient“ werden müsse. Es sei nämlich nicht so, dass der Verein in Geld schwimme, denn die Theaterprojekte kosteten relativ viel Geld, die Aufführungsrechte z.B., der gemietete Theaterstadl, die Kostüme, die Requisiten usw. – und auch die Spieleressen. Philosophie sei in diesem Fall aber, dass die Spieler, die Helfer, ohne die keine Vorstellung ablaufen kann, für ihr ehrenamtliches Engagement entsprechend belohnt werden sollen. Dieses Fest helfe, wie der Erfolg auf der Bühne, die monatelangen Vorbereitungen, die Proben und „den ganzen Stress“ zu vergessen und in der kommenden Saison wieder gerne dabei zu sein. 

Aber der Verein wirtschaftet auch gut, wie der Kassenbericht von Florian Beyer offenlegte. Das Vermögen konnte um knapp 1.000 Euro gesteigert werden, die Mitgliederzahl stieg um neun auf 195. Die Versammlung nahm diese Kunde mit Applaus auf. Die Kasse sei, wie Kassenprüferin Kerstin Schmid auch für ihren Kollegen Helmut Hartinger feststellte, „einwandfrei geführt, da gibt es nix zu beanstanden.“ So gesehen, alles „okay“ beim Heimatverein Gaden  – bis auf die kurzfristige Einladung zur Jahreshauptversammlung 2019. Dagegen gab es doch deutliche Einwände aus der Versammlung. Beim gemeinsamen Vereinsessen mit Gemüselasagne und Schweinemedaillons mit Knödeln und Spätzle war aber der Ärger längst wieder verraucht. Vorher konnte Stefan Eicher noch Rosemarie Hartinger und Marianne Schuhmann für 40-jährige treue Mitgliedschaft im Heimatverein Gaden mit Urkunde und Magnum-Sekt auszeichnen. Auch Egon Kratzer, Günter Kappler und Maria Eicher sind schon seit 40 Jahren beim Verein, sie konnten aber nicht persönlich anwesend sein. Ebenso waren Marina Trommen und Robert Klement (10 Jahre), sowie Herbert Sigl (25 Jahre) nicht in den Bürgersaal gekommen.  - lex

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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