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Kammerorchester im Pfarrsaal

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Erdinger Kammerorchester stimmt musikalisch auf den Frühling ein

Erding – Bunt gemischt wie ein Frühlingsstrauß ist das Programm im Konzert des Erdinger Kammerorchesters am Sonntag, 26. März, um 19 Uhr im Pfarrsaal St.Vinzenz. Seriöse Werke wie das Klavierkonzert D-Dur und die Sinfonie Nr.44 Es-Dur von Joseph Haydn wechseln sich ab mit unterhaltsamen Stücken aus verschiedenen Epochen von Puccini und Dvorák. Mit dabei ist der Pianist Vadym Palii. Der junge Musiker stammt aus der Ukraine, wo er auch seine erste Studien in Klavier, Pädagogik und Chorleitung „Mit Auszeichnung“ absolvierte. Danach folgte ein Masterstudium an der Kunstuniversität in Graz in den Fächern Vokalbegleitung und Liedgestaltung. Meisterkurse bei berühmten Künstlern wie Boris Berezovsky, Robert Holl und Brigitte Fassbänder vertieften seine künstlerischen Erfahrungen. Er erhielt außerdem ein Stipendium der Stiftung „Live Music Now“. Seine Konzerttätigkeit führte ihn von der Ukraine über Russland bis in die USA. Mit dem Klavierkonzert D-Dur von Haydn präsentiert er eines der populärsten Werke dieser Gattung. Es zeichnet sich aus durch seinen sprituell-frischen Kopfsatz und sein Finale „Rondo all‘ungarese“, in welchem der Komponist eine Tanzmelodie verarbeitet hat. Die Sinfonie Nr. 44 in Es-Dur trägt den Beinamen „Der Schulmeister“. Der stammt zwar nicht von Haydn, aber schon Zeitzeugen wollen in dem Thema des 2. Satzes den „drohenden Finger“ des Schulmeisters gesehen haben. Der witzige Variationensatz wechselt ab zwischen absichtsvoll pedantisch-langweiligen Passagen und lyrisch-ausdrucksvollen Umspielungen.- DenTrauergesang „I crisantemi“ schrieb Giacomo Puccini in einer Nacht nieder. Das Stück galt einem berühmten Adligen, dem Grafen Amadeo von Savoyen. Die Chrisanthemen sind in Italien die Blumen für Trauersträuße. Mit den Slawischen Tänzen von Antonin Dvorak klingt das Konzert beschwingt, aber auch empfindsam aus. Die Tänze wurden zuerst für Klavier zu vier Händen geschrieben, später für großes Orchester gesetzt. Mit ihnen begann der Siegeszug des jungen tschechischen Komponisten durch die Musikwelt. Dvorák konnte quasi in seiner „Muttersprache“ komponieren und verwendete böhmische Tanzformen wie „Furiant“, „Polka“und Soudeská und verblüffte durch formales Raffinement. Das Erdinger Kammerorchester spielt, verstärkt mit Bläsern der Münchner Philharmoniker, unter der Leitung von Helmut Veihelmann. Eintritt: 16 Euro, ermäßigt zehn Euro, Kinder bis 14 Jahre frei.  mw

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