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An Kathrein muss geschlossen sein

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Erding

– Die Gemeinde Aschheim hat gleiches Recht für alle eingefordert. Dort durfte an einem verkaufsoffenen Sonntag das Möbelhaus XXXLutznicht öffnen, weil es zu weit vom eigentlichen Anlass entfernt lag. Und dieser ist unabdingbar, wenn die Einzel- händler ihre Pforten aufmachen wollen. In Erding sind dies drei Jahrmärkte und der Kinderflohmarkt mit Spezialmarkt. Kirchheim hatte vor dem Verwaltungsgerichtshof geklagt und war gescheitert. Daraufhin hat die Regierung von Oberbayern das Landratsamt Erding angewiesen, die Verordnung der Stadt zu überprüfen. Sie hatte fast alle Umlandgemeinden Münchens dahingehend angeschrieben. Eigentlich schon zum Kirchweihmarkt hing das Damoklesschwert über Erding, aber bei einer Besprechung im Landratsamt einigte man sich darauf, aus Gründen der Rechtssicherheit zu diesem Termin alles so zu belassen, wie es ist. Für den Kathreinmarkt im November freilich gilt für die Gewerbegebiete: Schluss mit lustig, es dürfen nur die Läden im Zentrum, das von UWE-Stadtrat Erwin Dosch wegen seines Umrisses als „Birne“ bezeichnet wurde, am Nachmittag öffnen. Andernfalls hätte es passieren können, dass der Stadt die Abhaltung eines verkaufsoffenen Sonntages anlässlich des Kathreinmarktes gänzlich untersagt wird. CSU-Stadtrat Hermann Schießl sah darin einen Eingriff in die kommunale Verwaltungshoheit. Es sei eine Erfolgsgeschichte gewesen, die Gewerbegebiete einzubinden. Der Shuttlebusverkehr von der Stadtmitte aus habe sich sehr erfolgreich etabliert. Als besonders ärgerlich empfindet er die Tatsache, dass Erding ein Landkreis in unmittelbarer Umgebung des Flughafens ist, an dem die Geschäfte wochentags wie am Wochenende und an Feiertagen bis spät in die Nacht hinein geöffnet haben. Hier würde wegen viermal jährlich Theater machen. Positiv bewertete der Stadtrat, dass die Zufahrtsstraßen zur Innenstadt und deren Umfeld in die verkaufsoffene Zone in einen überarbeiteten Plan der Verwaltung mit einbezogen worden sind. Bürgermeister Max Gotz verwies darauf, dass noch Gespräche mit dem Landratsamt, der Regierung von Oberbayern und den Gewerbetreibenden in den betroffenen Gebieten geführt würden. Erst Anfang 2013 stehe definitiv fest, ob es eine Möglichkeit gibt, die außen liegenden Verkaufsstellen in die verkaufsoffenen Sonntage wieder mit einzubeziehen. ab

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