Kinder und Jugendliche sind es wert! - Johanniter-Jugend auch im Lockdown vielfältig aktiv

Auch im Lockdown hielten die Jugendgruppenleiter der Johanniter-Jugend Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen
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Auch im Lockdown hielten die Jugendgruppenleiter der Johanniter-Jugend Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen

Homeschooling, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen: gerade die Jugend ist die Zeit der Verselbstständigung, der Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit und der Selbstpositionierung. Wichtige Entwicklungsschritte im Leben junger Menschen, die durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie erschwert werden.

Die Johanniter-Jugend hat während des Lockdowns den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen gesucht und kontinuierlich gehalten. „Mit Jugendverbandsarbeit werden Kinderrechte lebendig“, sagt Markus Kreitmayr, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Freiwilligendienste. „Kinder und Jugendliche lernen dadurch demokratische Strukturen kennen und beteiligen sich daran. Sie erfahren das Miteinander in Gruppen und bestimmen mit. Zudem erlernen sie bei den Johannitern Erste Hilfe, das Prinzip des Helfens, der Umsicht für andere.“

Auch wenn aktuell keine Präsenzveranstaltungen für Kinder und Jugendliche stattfinden können, ist der Aufwand in der Jugendverbandsarbeit hoch. Auch hybride und digitale Veranstaltungen müssen vorbereitet, betreut und organisiert werden. Die Umstellung, die Nachjustierung der digitalen Instrumente erfolgt durch Fachkräfte. Ebenso die Anleitung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung der digitalen Möglichkeiten. „Für manche scheint die geänderte Form der Zusammenarbeit weniger aufwändig. Doch das täuscht“, sagt Kreitmayr. „Die persönliche Begleitung oder auch die technische Ausstattung ist nicht selbstverständlich. Wir unterstützen da, und es finden viele Gespräche statt. Jugendverbandsarbeit ist kein Selbstläufer. Hier ist neben persönlichem Engagement auch finanzieller Einsatz notwendig!“

Bei der Johanniter-Jugend, der Jugendorganisation der Johanniter-Unfall-Hilfe, engagieren sich im Landesverband Bayern beinahe hundert Jugendliche als Jugendgruppenleiterinnen und -leiter. Seit Beginn der Einschränkungen organisierte sich die Jugendorganisation über digitale Instrumente. Sie blieben im Kontakt, bildeten sich fort, reflektierten über die Möglichkeiten des Austauschs und verbesserten kontinuierlich ihren Umgang mit den digitalen Tools. Unter einander testen sie unterschiedliche Instrumente für Videokonferenzen und prüfen Anwendungen, um das Miteinander zu verbessern.

Auch wenn die Schulen geschlossen waren, trafen sich digital die Schulsanitäter. 140 Schulsanitätsdienste der Johanniter gibt es in Bayern, in den mehr als tausend Schülerinnen und Schüler aktiv sind. Im Schuljahr 2020/21 wurde für die Schulsanitäter ein Fortbildungskalender erstellt. Mit digitalen Fortbildungen konnten sie im Thema der Ersten Hilfe bleiben und erlerntes Wissen vertiefen. Die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Schulen vernetzten sich untereinander und tauschten sich über ihre Erfahrungen aus.

Allen Jugendlichen fehlt das Miteinander, die gemeinsame Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Auch hier bietet der Jugendverband Möglichkeiten. Zum einen sind sie Ansprechpartner für Sorgen und Probleme. Zum anderen geben spezielle Angebote wie zum Beispiel einer digitalen Schatzsuche Ablenkung zur Situation.

Doch hier sind finanzielle Mittel für Personal und Ausstattung notwendig. Außerdem werden erhöhte Ressourcen benötigt, wenn bei Lockerungen wieder Veranstaltungen im Präsenz möglich sind. Die Kinder und Jugendlichen sollten dies wert sein. - Kristina-Désirée Reinelt

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