Kindern soll Freiheit, Sicherheit und Normalität vermittelt werden, sagen die Mitglieder der Johanniter-Jugend

Kinder haben auch abseits des Schulstoffes viel in der Pandemie gelernt. Um den Kontakt mit Gleichaltrigen zu fördern, organisieren die Johanniter Ferienprogramme und weitere Aktivitäten
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Kinder haben auch abseits des Schulstoffes viel in der Pandemie gelernt. Um den Kontakt mit Gleichaltrigen zu fördern, organisieren die Johanniter Ferienprogramme und weitere Aktivitäten

Erding – Kinder und Jugendliche haben unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie gelitten: Sie konnten ihre Freunde nicht sehen, die Schulen nicht regelmäßig besuchen und auch Spielen im Freien war nur beschränkt möglich. Doch mit der eventuellen Rückkehr in den Präsenzunterricht wird allzu sehr der Schwerpunkt auf das Ausräumen möglicher Leistungsdefizite gelegt.

Die Johanniter fordern dazu auf, die Kinder und Jugendlichen nach ihren Erfahrungen zu fragen: „Wir sollten die Jungen und Mädchen ermutigen und uns ehrlich nach ihrem Befinden erkundigen“, sagt Lisa Siebert, Sachgebietsleitung Schule und Jugendhilfe bei den Johannitern in Oberbayern. „Auch, wenn vielleicht das Wissen in Mathe oder Deutsch nicht auf den aktuellen Stand ist, haben die Kinder in der vergangenen Zeit viel gelernt: Sie haben gelernt mit einer schwierigen Situation zurecht zu kommen!“

Wichtig ist der Austausch mit Gleichaltrigen

Gefehlt hat besonders der Kontakt mit anderen. Der Austausch mit Gleichaltrigen und gemeinsame Erlebnisse sind für Kinder und Jugendliche wichtig. Indem sie an Entscheidungen beteiligt werden, die sie selbst betreffen, und im Miteinander machen sie die Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit. Umso wichtiger ist es, dass diese soziale Komponente vor dem Hintergrund möglicher Leistungsdefizite nicht außer Acht gelassen wird.

„Bei der Ferienplanung sollte nicht nur überlegt werden, wie mögliche schulische Lücken aufgeholt werden“, sagt Siebert. „Es sollte auch an ein Ferienprogramm mit Gleichaltrigen gedacht werden. Begegnungen und Austausch mit anderen helfen Kindern und Jugendlichen die Krise zu verarbeiten. Außerdem tut Bewegung, Sport und Spaß einfach gut.“

Mit ihren Angeboten unterschiedlicher Ferienprogramme oder den Aktivitäten in der Johanniter-Jugend waren die Johanniter auch während der Pandemie mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt. Und auch für die Sommerferien plant die Hilfsorganisation an ihren Standorten Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche. „Es liegt uns am Herzen, Kinder zu stärken und ihnen das Gefühl zu geben, ‚Du bist wichtig und gemeinsam schaffen wir das!‘“, sagt Siebert.

„Beim gemeinsamen Spielen, Turnen oder einer Schnitzeljagd haben die Kinder und Jugendlichen einfach Spaß. Und das ist doch genau das richtige.“ - Kristina-Désirée Reinelt

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