Kirche und Architektur

Komplettsanierung der Erlöserkirche in Klettham 

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Den Plan zur Renovierung der Erlöserkirche präsentiert Architekt Jörg Rehm (rechts) mit den Geistlichen Christoph Keller und Andrea Oechslen.

Während der Bauzeit finden die Gottesdienste in der Auferstehungskirchen in Altenerding und in der Christuskirche an der Dr. -Henkel-Straße statt.

Wahrscheinlich bis Dezember diesen Jahres müssen die Gläubigen auf einen Gottesdienst in der evangelischen Erlöserkirche in Klettham verzichten. Das Gotteshaus wird nämlich völlig saniert. Das Dach mit seinen rund 800 Quadratmetern Fläche erhält Zementfaserplatten. Die Träger aus Fichtenholz im Inneren der Kirche haben Risse und müssen ausgebessert werden. Die nicht mehr winddichten Kirchenfenster werden besser isoliert. Eine neue Sitzbankheizung soll für mehr Wärme sorgen. Letztlich wird die Elektrik und Beleuchtung erneuert.

Pfarrer Christoph Keller und Pfarrerin Andrea Ochsle rechnen mit Baukosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Davon übernimmt die Landeskirche 605.000 Euro, die Stadt Erding 200.000 Euro, 220.000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Landesamt für Denkmalpflege und der Landkreis zahlt 57.000 Euro. 240.000 Euro muss die Kirchengemeinde noch selbst aufbringen. „Wir hoffen dabei auch auf private Spenden“, sagt Pfarrerin Andrea Ochslen.  Während der Bauzeit finden die Gottesdienste in der Auferstehungskirchen in Altenerding und in der Christuskirche an der Dr. -Henkel-Straße statt. Übrigens erhält die Erlöserkirche auch eine neue Orgel, die für das Jahr 2020 geplant ist. Nach Informationen des gemeinnützigen Orgelbauvereins kostet das Instrument rund 250.000 Euro. An die 170.000 Euro wurden bereits gespendet. 

Der für die Renovierung zuständige Architekt heißt Jörg Rehm (München). Er informiert, das die Erlöserkirche mit ihrer interessanten Holz-Leimkonstruktion vor einem Jahr zum Denkmal von nationaler Bedeutung erhoben wurde. Architekt Hans-Busso von Busse hatte die ungewöhnliche bauliche Idee aus den USA mitgebracht und 1963 in Erding umgesetzt. Das Gotteshaus mit seiner eigenwilligen Brettschichtholzkonstruktion und seinem zeltartigen Dach steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Daher musste Architekt Rehm bei der Planung Urheberrechte und Denkmalschutz berücksichtigen. „Es ist spannend, ein solches kulturelles Erbe für die Nachwelt zu erhalten,“ sagt er.

Eine Ausstellung über die Erlöserkirche findet im Museum Erding statt: Sigrid Neubert zeigt vom 10. Mai, bis 2. Juni, Architekturfotografien. Die Eröffnung der Fotoausstellung zur Erdinger Architektur der Nachkriegsmoderne des Architekten Hans-Busso zu Busse ist am Freitag 10.Mai, um 20 Uhr. Der ist Eintritt frei.  - Bauersachs

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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