Kosten senken + CO2 reduzieren

Unternehmertag (v.l.): Uwe Götz (Arqum) informierte zum Thema Energieeffizienz, Stefanie Hofgärtner (Leiterin der Geschäftsstelle AirfolgsRegion) koordinierte den Unternehmertag, Christoph Molocher (Handwerkskammer) brachte das Thema Wachstumsfinanzierung mit und Elfriede Kerschl (Industrie- und Handelskammer) referierte zur Fachkräftesicherung Foto: Hanf

Erding – Während des Unternehmertages, den die AirfolgsRegion Erding-Freising in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern und der Handwerkskammer für München und Oberbayern vor kurzem in Erding abgehalten hat, drehte sich eines der Themen um die Energieeffizienz. Diese soll in Unternehmen erhöht werden, um Kosten zu senken und CO2 zu reduzieren. Unterstützt wird diese Aktion von den Landratsämtern Erding und Freising.

Die Senkung des Energieverbrauchs energieintensiver Unternehmen wird aus ökonomischen aber auch ökologischen Gründen in den nächsten Jahren von existentieller Bedeutung sein. In der Steigerung der Energieeffizienz bestehen große Potenziale. Jährlich über 40 Millionen Tonnen vermeidbarer CO2-Emmissionen und Einsparpotenzialen von jährlich über fünf Millarden Euro sieht das Bundesumweltministerium durch Energieeffizienmaßnahmen in den Sektoren Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Die aus dem Sonderfonds „Energieeffizienz in KMU“ zu 80 Prozent geförderte Beratung durch die Firma Arqum setze hier an, wie Uwe Götz ausführte. Für förderfähige Betriebe (maximal 250 Mitarbeiter, Jahresumsatz maximal 50 Millionen Euro) entstehen so lediglich Kosten von 320 Euro. Folgende Bereiche im Unternehmen werden u.a. untersucht: Beleuchtung, EDV, Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Druckluft, Pumpen und Warmwasser. Die konkrete Vorgehensweise des Projekts wird für interessierte Betriebe am Mittwoch, 6. Juli, 16 Uhr im Großen Sitzungssaal im Landratsamt Freising im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vorgestellt. Die Erfahrung von Arqum (Marktführer in der Umsetzung von Ökoprofit-Projekten in Deutschland) aus Projekten an mehr als 1500 Standorten zeigt, dass sich schon mit gering investiven aber auch weitgehend kostenfreien organisatorischen Maßnahmen beträchtliche Erfolge erzielen lassen. Uwe Götz führte einige Beispiele an: Bei der Heizung lassen sich durch Temperaturabsenkung um 1 C° rund sechs Prozent einsparen. Die Anbringung von schaltbaren Steckleisten für 60 Rechner und Bildschirme bringt bei einer Investition von 150 Euro eine Energieeinsparung von 2800 kWh im Jahr, eine Kosteneinsparung von 285 Euro pro Jahr sowie eine CO2-Einsparung von 1660 Kilogramm pro Jahr. Bei einer Druckluftanlage bedeutet die Behebung einer Leckage von vier Millimeter Größe eine Einsparung von 4319 Euro pro Jahr. Das Energieeffizienz-Projekt bietet die folgenden Vorteile: Zuschuss zu den Beraterkosten, konkrete Sparmöglichkeiten erkennen, Informationslücken schließen und mit kleinen Schritten viel erreichen. Zu Beginn des Projektes wird ein gemeinsamer Workshop mit allen Teilnehmern durchgeführt. Dabei wird auch das weitere Vorgehen besprochen. Im Rahmen der zweitägigen Initialberatung erfolgt: Eine Ausgangsanalyse energietechnischer Daten, eine Betriebsbegehung, eine Beschreibung bestehender energetischer Mängel, erste Vorschläge für Energiesparmaßnahmen anhand der betriebsspezifischen Potenzialanalyse und die Erstellung eines Maßnahmenprogramms zur Steigerung der Energieeffizienz (Energieeffizienzbericht). Zum Abschluss des Projektes können die Unternehmen dem Umweltpakt Bayern beitreten. af

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