1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Erding

Jagafest in Erding

Erstellt:

Kommentare

null
Neben Wildbret-Spezialitäten zählte der Auftritt der Jagdhornbläser zu den Höhepunkten der Veranstaltung © beet

Das Fest im Bauernhausmuseum war eine gute Gelegenheit, mit dem Kreisjagdverband über aktuelle Themen der Jagd ins Gespräch kommen

Erding – Halali hieß es zum sechsten Mal auf dem Gelände des Bauernhausmuseums an der Taufkirchener Strasse. Der Kreisjagdverband (KJV) hatte zum „Jagafest“ eingeladen. Die Veranstaltung wendet sich speziell an die „Nicht-Jagende-Bevölkerung“ und bot so die Möglichkeit, mit den Jägern ins Gespräch zu kommen. Auch für´s leibliche Wohl ward gesorgt. Manche Besucher des Festes ließen sich heimisches Wildbret schmecken: Die Familie Heigl verwöhnte die zahlreichen Besucher mit etlichen Variationen vom heimischen Wildbret. 

„Wildbret ist durch seine zahlreichen Nährstoffe eines der gesündesten und hochwertigen Lebensmittel überhaupt, das regionaler, ökologischer und gesünder nicht sein könnte,“ stellte bei seiner Ansprache Vorsitzender Thomas Schreder fest. Er informierte, das Wild neben den vielen gut sortierten Metzgereien auch direkt beim Jäger zu haben sei. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.wildbret-bayern.de. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählte der Auftritt der Jagdhornbläser. Sie pflegen das jagdlichen Brauchtum, bliesen Jagdhornsignale, spielten auf hohem Niveau jagdliche Musikstücke und beeindruckten mit ihrem schönen Klang die Besucher. Kein Wunder, dass die Zuhörer begeistert Applaus spendeten: schließlich sind die Jagdhornbläser des KJV Erding aktuell Bayerischer Meister im Quartett und Dritter bei den gemischten Gruppen. 

Die Jagdhornbläser werden von Josef Pfanzelt geführt und spielen unter der musikalischen Leitung von Dr. Michael Welsch. Wer bei den Jagdhornbläsern mitmachen möchte, kann sich beim Vorsitzenden Josef Pfanzelt, Tel. (0 80 81) 22 29 oder (01 60) 5 81 93 13 melden. „Musikalischer Nachwuchs wird gebraucht und dazu braucht aber niemand Jäger zu sein.“ Für die kleinen Festbesucher war eigens das Wildlandmobil des KJV aufgestellt, das interessante Einblicke in die Natur und die Arbeit der Jäger bot. Eine der Aufgabe des KJV ist die außerschulische Umweltbildung. Mit dem Lernmobil führen die Jäger jährlich rund 1000 Kinder und Jugendliche zur Natur. Kindergärten und Schulen nutzen dieses kostenlose Angebot. Bei den regen Gesprächen informierten die Jäger die Gäste über ihre Aufgaben und auch über ihr Wirken für den Naturschutz. Gerade in der aktuellen Diskussion um verschiedene neue Jagdmethoden sei es besonders wichtig, die Einstellung des Kreisjagdverbandes zur Jagd und zu heimischen Wildtieren deutlich zu machen, so Schreder. Die rund 550 Jäger im Landkreis Erding hätten es sich zur Aufgabe gemacht, für einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu sorgen, die Lebensräume für das Wild zu pflegen und gleichzeitig überhöhte Schäden an forst- und landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verhindern. „Dabei darf aber der Respekt vor dem Wildtier nicht verloren gehen und es darf nicht jede Methode recht sein, nur um ein Wildtier erlegen zu können“ betonte Schreder. - beet

Auch interessant

Kommentare