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Kulturelle Schönheiten Niederbayerns

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Referent Anton Hirth (l.) und Peter Wesche, 2. Vorsitzender des Vereins. © privat

Musikalisch untermalter Foto-Vortrag von Anton Hirth über Niederbayerns kunsthistorische Schätze beim Historischen Verein Erding.

Erding – Vereinschefin Dr. Heike Kronseder konnte wieder viele Besucher willkommen heißen: Kulturelle Schönheiten in Niederbayern, schmucke Kirchen und wertvolle Kleinodien hat Anton Hirth zusammen mit Heidi Menzel auf verschiedenen kunsthistorischen Ausflügen besucht und die Kost- barkeiten auf Fotos festgehalten.In einer musikalisch mit bayerischen Volksweisen unterlegten Beamershow hat er vor einem großen Publikum auf Einladung des Historischen Vereins Erding die kulturellen Besonderheiten präsentiert: Ein herrlicher Rokoko-Zwiebelturm begrüßt die Besucher in Haunzenbergersöll. Eine der ältesten Kirchenglocken des Erzbistums hört man in Aspertsham, wenn zu den Gottesdiensten in der gotischen St.-Johannes-Kir-che geläutet wird. Die Filialkirche St. Emmeram ist die katholische Dorfkirche von Harpolden, einem Ortsteil der Gemeinde Egglkofen. Schöne, kunstvolle Fotografien von Anton Hirth zeigen den eingezogenen quadratischen Chor, der von einem Kreuzgewölbe überspannt wird. Noch weithin sichtbar ist die spitze Haube des Harpoldner Kirchturms an der Westseite des Kirchengebäudes. Die Wallfahrtskirche in Schildthurn, einem Ortsteil der niederbayerischen Gemeinde Zeilarn, hat das Patrozinium St. Ägidius und gehört zur Pfarrei Zeilarn. Das Wahrzeichen Schildthurns ist der 78 Meter hohe Turm, der im Stil der Spätgotik etwa um 1530 errichtet wurde. Herrliche Bilder hatte Anton Hirth auch von Kößlarn mitgebracht: Die Wallfahrtskirche war einst Wehrkirche. Von 1461 bis 1480 wurden von Michael Sallinger, Baumeister und Architekt, „um die Kirche herum Priesterhäuser gebaut, die mit dem Pfarrhof durch eine Ringmauer mit Schießscharten verbunden waren. So hat man zum Schutz der reichen Kirchenschätze eine Kirchenbefestigung geschaffen, die heute noch erhalten ist und mit der Kirche den ganzen Markt prägt“, ist in der Ortschronik nachzulesen. Ein Kleinod ist auch die in Bayerbach im Ortsteil St.Veit gelegene Kath. Filialkirche St. Vitus; eine kleine romanische Saalkirche mit eingezogener Apsis aus dem 12. Jahrhundert präsentiert sich den Besuchern. Über Parzham, wo sich ein schöner historischer Vierseithof befindet, nach Grongörgen, einem gotischen Kleinod mit wertvollen Fresken und Glasgemälden aus der Erbauungszeit, ging die Entdeckungsreise Anton Hirths weiter nach Martinstödling. Dort ist ein Pfarrhaus sehenswert und deshalb auf der Denkmalsliste verzeichnet als stattlicher, zweigeschossiger Bau mit Blockbau-Obergeschoss, kleinem Schrot und besonders geformten Kopfbügen. Ein Vierseithof ist ebenfalls als Denkmal geschützt und in der Liste als Rottaler Bauernhaus in offenem Blockbau auf hohem Steinsockel, mit flach geneigtem Satteldach, zwei Giebelschroten und Bemalungsresten verzeichnet. Die Kirche St. Jakobus in Oberegglham ist eine Reise wert: Dort befindet sich ein herrlicher Altar in Akanthusschnitzerei. Die Siebenschläferkirche, ein Rotthof, ist wegen ihres Patroziniums hervorzuheben; Es geht zurück auf zwei in die Außenmauer eingelassene Grabsteine der Römerzeit, die drei beziehungsweise vier Menschen zeigen, die in der Barockzeit fälschlicherweise als Siebenschläfer gedeutet wurden. Kloster Vornbach ist ein ehemaliges Bendiktinerkloster und ist herrlich gelegen. Anton Hirths Reiseimpressionen zeigten die Schönheiten Bayerns in herrlichen Detailaufnahmen und gaben interessante Informationen zu Kunstgeschichte und Heimatgeschichte. Lang anhaltender Applaus belohnte den Referenten.hk

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