Kunst

Kunstkalender des Caritas Zentrums – von den Künstlern der Mal- und Gestaltgruppe „Prisma“

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Avi Gover, der Leiter der Mal- und Gestaltgruppe

Die Einnahmen vom Verkauf des Kalenders werden dem Tageszentrum zugutekommen

Erding – Voller Stolz wurde im Zentrum des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Caritas der erste Kalender „Kunst der Seele“ vorgestellt. Dieser wurde mit großer Liebe und Sorgfalt von den Teilnehmern der Malgruppe des Caritas Tageszentrum „Prisma“ gestaltet. 

Diese Werke spiegeln teils die Seele und die Gefühle der Künstler. Sich kreativ zu betätigen, ermöglicht Gefühlen und Stimmungen Ausdruck zu verleihen, die man nur schwer mit Worten beschreiben kann. Gerade für Menschen mit psychischen Erkrankungen sind kreative Angebote eine Möglichkeit, das Leben zu stabilisieren und lebenswerter zu machen. 

Ein Teil der Bilder kann nun in „Kunst der Seele“ bewundert werden. Der Kalender besteht aus insgesamt dreizehn Bildern, zwölf für die jeweiligen Monate und eines für das Cover. Für manch einen Teilnehmenden der Malgruppe ist das ein großer persönlicher Schritt. Am runden Tisch waren mit dabei die Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab, die Projektleiterin Melanie Rum, der Leiter der Malgruppe und Kunst-Therapeut Avi Gover, sowie drei Mitglieder der Malgruppe. 

Die Motive der Bilder sind verschieden und in den vergangenen Jahren waren diese auf Weihnachtskarten zu bewundern. Doch in diesem Jahr kam alles anders. Die Initiatoren des Projektes hatten die wunderbare Idee, einen farbenfrohen und abwechslungsreichen Kalender mit Kunstwerken der Malgruppe zu erstellen. 

Avi Gover war von der Idee sehr überzeugt und so wurden seit Beginn des Jahres 2019 die schönsten Motive der gesamten Werke gesammelt. Mit Unterstützung von Grafikdesign Lang konnte der Kalender dann im Oktober dieses Jahres fertiggestellt werden. Die große Auflage von 250 Stück wurde ausschließlich aus Spenden von mehreren Firmen aus dem Landkreis Erding finanziert.

Die Einnahmen vom Verkauf des Kalenders werden dem Tageszentrum zugutekommen. Den Kalender „Kunst der Seele“ kann man für eine Spende in den Caritas Zentren in Erding und Taufkirchen erwerben, sowie im Pfarrbüro der Pfarrei Maria Verkündung in Altenerding, oder beim Adventsverkauf der Pfarrei St. Johannes in Erding und am 19. Und 20. Dezember auf dem Christkindlmarkt, beim Stand der Caritas Erding. „PRISMA“ ist ein Programmangebot der Caritas und ist für Menschen mit seelischen Problemen und Erkrankungen gedacht und umgesetzt worden. 

Zu diesem Angebot gehört auch die Malgruppe, die den Kalender erstellt hat. Die Mitglieder kommen aus allen Altersgruppen; die Gruppe existiert seit mittlerweile 14 Jahren. „Ich sehe die Malgruppe nicht als Art Behandlung, sondern dafür, mit der Erkrankung oder den Problemen, die die Mitglieder haben, im Alltag zurechtzukommen“, so Gover. Der Ablauf der Gruppe läuft unkompliziert ab. Die Teilnehmer der Gruppe treffen sich von 14 bis 16.30 Uhr. Gleich zu Beginn wird eine kleine Gesprächsrunde abgehalten, in der gefragt wird, wie es den Teilnehmern geht. Kurz nach dem Gespräch beginnen die Teilnehmer mit dem Malen und Gestalten. 

Zur Verfügung stehen Farben, Papier und Ton. So entstehen auch die Kunstwerke der Teilnehmer. Zum Schluss werden die Teilnehmer zum Vergleich nochmals gefragt, wie es ihnen geht. Vielen geht es nach diesen zweieinhalb Stunden schon besser als zu Beginn, da die durch das malen Ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen konnten. 

Generell ist das Beisammensein ein wichtiger Bestandteil der Gruppe. Die neuen Mitglieder, die sich im Laufe der Zeit zu der Gruppe anschließen, werden mit offenen Armen empfangen, da man sich aufgrund des langen Bestehens bereits wie eine kleine Familie sieht und fühlt. Das Programmangebot „Prisma“ bietet so einiges, unter anderem: Backen, Yoga, Gymnastik, Nordic Walking bis einschließlich Mittagessen.

In der Tagesstätte für psychische Erkrankungen ist jeder willkommen, es gibt kein Zwang für die Teilnahme und die Leiter der jeweiligen Gruppen versuchen, den Teilnehmern das Leben etwas leichter zu gestalten. Gräfin von Lauerhoff

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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