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Lernen durch Bewegung

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Erding

(ha) – „Dich brauch ich!“ – Mit diesen Worten forderte Alan Brooks eine dreizehnjährige Schülerin, die schüchtern und abwartend wirkte, zum Tanz auf. Sie besucht die Hauptschule am Lodererplatz und nahm mit ihren Mitschülern und Altenerdinger Hauptschülern an einem Tanzprojekt teil, das Alan Brooks, professioneller Tänzer, im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus an den beiden Erdinger Hauptschulen durchführte. Brooks, der seine Tanzkarriere an der renommierten Rambert School in London begann und 1998 als Solist zum Ballett Theater München wechselte (BTM), ist nicht nur Tanzlehrer, er ist auch Motivationstrainer: “Ich möchte den Kindern zeigen, wie viel Kraft und Stärke sie haben. Sie sollen lernen, sich selbst wertzuschätzen und an sich zu glauben.“ Es gelang ihm, auf äußerst humorvolle Weise und gleichzeitig unter Vorgabe strenger Verhaltensregeln die Choreographien mit den Schülern diszipliniert einzustudieren. Diese waren gezwungen, bis an ihre Grenzen zu gehen. „Ich war jeden Abend vollkommen fix und fertig, ich wollte mich nur noch hinlegen“, berichtete dann auch Antonia, Schülerin der Ganztagsklasse. „Trotzdem hat es uns allen einen riesigen Spaß gemacht“, fügt sie verschmitzt lächelnd hinzu. Auch die Lehrkräfte beider Hauptschulen, die das Tanzprojekt begleiteten, meinten begeistert: “Keiner hat abgebrochen, alle Schüler haben mitgezogen und bis zum Schluss durchgehalten.“ Dementsprechend positiv waren dann auch die Reaktionen der Mitschüler auf die Aufführungen, die letzten Freitag in den Turnhallen der Schulen stattfanden. „Das ist schon Klasse, was die hier auf die Bühne gebracht haben“, zeigte sich der 15-jährige Fabian sichtlich beeindruckt. Auch Petra Leubner, Rektorin der Lodererschule, und Peter Libossek, Rektor der Hauptschule Altenerding, waren von den Tanzdarbietungen ihrer Schüler sehr angetan: “Es freut uns, dass es uns gelungen ist, Alan Brooks für dieses schulübergreif-ende Projekt zu gewinnen. Wir haben allen Grund stolz darauf zu sein, was unsere Schüler geleistet haben.“ Stolz war sichtbar auch jene schüchterne Schülerin: Noch lange nach der Aufführung brachte sie einem Mitschüler einen Tanzschritt bei. Es tut offensichtlich gut, gesagt zu bekommen, dass man gebraucht wird.

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