Leselust statt Lesefrust

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(ke) – Sicherlich ein wenig ungewöhnlich, wenn sich die Schüler der 5. Klassen ausgerüstet mit Taschenlampen, Wolldecken und Knabbereien an einem verregneten Novembertag abends in der Schule treffen. Was war da los in der Hauptschule Altenerding? Alle Klassenlehrer hatten zu einem Leseabend eingeladen, der im Rahmen der Leseprojektwoche neben anderen zahlreichen Aktionen stattfinden sollte. Für den Leseabend hatte jeder Lehrer eine Gruselgeschichte vorbereitet, die bei Kerzenschein und gemütlicher Atmosphäre spannend vorgelesen wurde. Die Schüler wanderten so von Klassenzimmer zu Klassenzimmer und lernten dabei drei verschiedene gruselige Geschichten kennen, wie zum Beispiel das Buch vom Autor Thomas Brezina mit dem Titel „Die Nacht der Weißwurstvampire“ oder „ Die Monsterschule“ von R.L. Stine . Um bei den Schülern der 5. Klassen Leselust statt Lesefrust zu erzeugen, hatten die  Klassenlehrerinnen Antje Dürr, Sabine Mayr, Kathrin Hartmann und mit tatkräftiger Unterstützung von Frau Soriano viele Aktionen im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Lesen vorbereitet. Die Projektwoche begann mit einer Erkundung der Stadtbücherei Erding, wo die Schüler unter der Leitung von Frau Müller–Hess die Bücherei spielerisch besser kennen lernten  und zudem an das Ausleihen von Büchern herangeführt werden sollten. Im weiteren Verlauf der Woche besuchten die Schüler eine Autorenlesung von Franziska Gehm, einer bekannten Kinderbuchautorin, die ihr Buch „Die Vampirschwestern“ unterhaltsam zum Besten gab. Natürlich waren auch die Schüler selbst aufgefordert ihr eigenes Lieblingsbuch durch einen kleinen  Vortrag der Klasse vorzustellen. So erhielten die 5. Klässler neue Buchtipps und weitere Anregungen für das eigene Lesen. Abgerundet wurde das Leseprojekt durch den Vortrag „Von der Schrift zum Buch“ von Gabi Brunner vom Erdinger Lesezeichen. Die Schüler konnten dabei unterschiedliche Materialien wie z.B. Papyrus oder Pergament befühlen und erhielten dazu interessante Informationen, wie Menschen in der Vergangenheit und in der Gegenwart versuchten ihre Aussagen „aufs Papier“ zu bringen. Alle Aktionen zielten darauf ab, Schülern wieder Lust auf Lesen zu machen und dass das Medium Buch genauso unterhaltsam und spannend sein kann, wie ein Computerspiel oder ein Film. Denn die eigene Vorstellungskraft und das sprachliche Ausdrucksvermögen können am besten durch ein gutes Buch geschult bzw. zurück gewonnen werden. Die Schüler jedenfalls nutzten und freuten sich über die zahlreichen Angebote dem Lesen wieder Lust statt Frust abzugewinnen. 

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