Podcast „Erding Heroes eine Stimme geben“

„Leute, bleibt uns treu“: Wolfgang Kraus vom Erdinger Modehaus Kraus im Interview

Frau interviewt Mann
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Wolfgang Kraus im Interview mit Silvia Ziolkowski

Erding Heroes eine Stimme geben: Wolfgang Kraus vom Erdinger Modehaus Kraus am Eck im Interview mit Silvia Ziolkowski

Erding – „Mir geht es nicht gut!“: Das sind Worte, die der Sprecher der Interessengemeinschaft Ardeo, Wolfgang Kraus mittlerweile häufig hört, wenn er eine Runde durch die Stadt geht und auf Erdinger Geschäftsleute trifft. Die finanziellen Einbußen aus dem ersten und jetzt zweiten Lockdown treffen manche Unternehmer in existenzbedrohender Weise, ebenso die erzwungene Untätigkeit. „Unsere Keller sind längst schon aufgeräumt, die Unterlagen auf aktuellstem Stand, das Sortiment überarbeitet, die Deko perfekt“.

So schildert der Inhaber vom Modehaus Kraus am Eck nicht nur seine, sondern auch die Situation der meisten Geschäftsleute im Interview mit Unternehmensberaterin und Zukunftsbauerin Silvia Ziolkowski und IT-Experte und Musiker Arthur Görges. „Geschäftsleute wollen etwas auf die Beine stellen. Sie brauchen keinen Urlaub und sie brauchen keinen Trost. Alles was sie brauchen ist eine Steuernummer und eine Aufgabe.“

Klare Worte von Wolfgang Kraus, der bei den Initiatoren von „Erding Heroes eine Stimme geben“ ungeteilte Zustimmung finden. „Nichts tun ist keine Alternative“, gilt auch für die Zukunftsentwicklerin Silvia Ziolkowski, die seit dem letzten Dezember unterschiedliche Persönlichkeiten aus Erding und den Landkreis zum Interview vor die laufende Kamera bittet. „Erding Heroes eine Stimme geben“, soll Mut machen und Menschen miteinander verbinden. So wie das Ardeo Netzwerk Erding mit Wolfgang Kraus im Vorstand, unter dessen Slogan „Erdings bunte Häuser“ sich Einzelhändler, Dienstleister, Handwerker, Unternehmer, Organisatoren und Privatpersonen in einem Verein zusammengeschlossen haben.

Gemeinsam wollen sie die Stadt voranbringen, Begegnungen und lebendigen Austausch fördern in einem Umfeld, in dem Menschen gerne leben und arbeiten. Seit gut einem Jahr ist aber genau das nicht mehr möglich, unterwegs sein, einkaufen, miteinander sprechen. „Der Austausch ist überschaubar geworden. Wir sind alle am Anschlag! Es fehlen jegliche wirtschaftliche Perspektiven“, so Wolfgang Kraus. Waren die Geschäftsleute während des ersten und sogar noch zu Beginn des zweiten Lockdown gerne willens, jeglichen Anforderungen der Politik gerecht zu werden und mit kostspieligen Hygienekonzepten zum sicheren Umgang mit der ausgerufenen Pandemie beizutragen, sind sie es mittlerweile leid, Argumentationen der politischen Entscheidungsträger zu folgen.

„Baumärkte dürfen öffnen, weil die Menschen jetzt anpflanzen wollen“, gibt der Geschäftsinhaber in achter Generation zu Bedenken, „Wenn man sich beim Graben nun die Hosen zerreißt, würde das nicht auch für die Öffnung der Bekleidungsgeschäfte sprechen?“ Kopfnicken in der Runde. Ironie hilft. In seinem Unternehmen befinden sich die acht langjährigen Mitarbeiterinnen in Kurzarbeit. Ein schlüssiges Konzept muss her, auch wenn es zunächst Shoppingtermine sind. Sein Appell „Leute, bleibt uns treu“, setzt auch ein starkes Bewusstsein aller voraus. „Wir müssen alle zusammen helfen!“ Alle Folgen des Podcasts gibt es auf dem YouTube-Kanal von Silvia Ziolkowski. - Claudia Kruppa

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