Heilige Nächte sagen den Verlauf des Jahres voraus

Die magischen Rauhnächte gehen noch bis 6. Januar

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Nun ist sie wiedergekehrt, die besondere Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 5. Januar: die Rauhnächte oder Heilige Nächte, wie unsere Vorfahren sie nannten. An diesen Tagen sollte möglichst nicht gearbeitet, sondern gefeiert werden. Vor allem aber sollten sie dem Wahrnehmen und der inneren Einkehr dienen. Tatsächlich handelt es sich bei den Rauhnächten um ganze Tage, beginnend mit 24 Uhr an Heilig Abend bis 24 Uhr des nächsten Tages als erste Rauhnacht. 

Dem keltischen Jahreskreis nach fällt dieser Zeitabschnitt in die „Jahresnacht“ und somit wird ein 24 Stundenzyklus als Nacht bezeichnet. Die letzte Rauhnacht endet am 5. Januar um 24 Uhr, in der an vielen Orten Bayerns und Österreichs die Perchten-Läufe -ein altes Ritual, in dem mit wilden Masken und viel Lärm die bösen Geister und Dämonen des Winters vertrieben werden sollten- abgehalten werden. So wurden am 5. Januar, der letzten Rauhnacht, Haus und Hof sorgfältig ausgeräuchert, um schadensbringende Einflüsse fernzuhlten. Man vermutet, dass die Namensgebeung „Rauhnacht“ hier ihren Ursprung gefunden hat. 

Nach altem Brauch steht jeder dieser zwölf Rauhnächte für einen der zwölf folgenden Monate des neuen Jahres. Und so beobachteten die Altvorderen das Wetter, wie die Speisen gelungen waren an jenem Tag, ob er friedlich verlief oder im Streit. Alles hatte seine Bedeutung und wer es verstand, konnte der herrschenden Meinung nach den Verlauf der nachfolgenden Monate im vor hinein deuten.
Zwei herausragende Tage gibt es im Verlauf der Rauhnächte, den 28. Dezember „Tag der Kinder“ und den 5. Januar, dem „Hohen-Frauen-Tag“. An diesen beiden Tagen ist es möglich, all das, was vorher belastend erschien, wieder aufzulösen. Dazu führt man sich das Geschehene noch einmal ganz genau vor Augen und taucht es in Gedanken in weißes und violettes Licht, um es ins Positive zu verwandeln. Wohl dem, der dies weiß. - Claudia Kruppa

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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