Mahnwache

Erding/Region

(ha) – Anlässlich des Besuchs des Bundesumweltministers Norbert Röttgen (CDU) beim Neujahrsempfang der CSU in der Stadthalle in Erding am Donnerstag, 6. Januar, rufen ÖDP, Grüne, BN und Bürgerinitiativen im Landkreis dazu auf, an einer Mahnwache teilzunehmen. Die Versammlung vor der Stadthalle auf dem Alois-Schießl-Platz in Erding um 15 Uhr steht ganz unter dem Zeichen der Bewahrung der Heimat. Umweltschützer fordern Röttgen zur Bewahrung der Heimat auf. Bürger für Atomausstieg (BüfA) , aufgeMUCkt, A94-Gegner und Bund Naturschutz ziehen mit den Grünen und der ÖDP am gleichen Strang. „CDU, CSU und FDP, die von Herrn Röttgen als Mitglied der Bundesregierung repräsentiert werden, stehen für eine Politik, die unsere Heimat dem kurzfris- tigen Profit opfert“, befürchtet Rainer Forster, der die Mahnwache koordiniert. Als Bundesumweltminister sei es aber die Pflicht von Röttgen, ökologische Belange in den Vordergrund zu rücken. Dies sei im ersten Regierungsjahr nicht geschehen, ganz im Gegenteil. Es seien verheerende Entscheidungen getroffen worden, wie z.B. der Ausstieg aus dem Atomausstieg. Mit der Mahnwache wollen die Parteien und Verbände den Umweltminister an seine Aufgaben erinnern. „Herr Röttgen ist schließlich Mitglied einer Partei, die sich christlich nennt. Da sollte die Bewahrung der Schöpfung durchaus eine Rolle spielen“, so Forster. Unterstützung erhalten sie dabei von den BüfA, die jeden Montag vor dem Reaktor Isar 1 protestieren. Neben der Kernkraft steht die geplante 3. Start- und Landebahn auf der Agenda. Hier wird Karl-Heinz Reingruber von aufgeMUCkt! in scharfer Form kritisieren, wie mit den 25.000 Einwendungen von betroffenen Bürgern umgegangen wer- de. Auch über das fehlende Finanzierungskonzept und die Prognosen der FMG wird er zu berichten wissen. Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Isentals besteht nun seit 34 Jahren. Immer und immer wieder versuchen sie, die ökologisch und ökonomisch unsinnige Tras-se durch das Isental zu verhindern. Mit der Folge, dass die Stadt Dorfen schon seit Jahren von keinem hochrangigen CSU-Politiker mehr besucht wurde. Rainer Forster meint dazu: „Es wird höchste Zeit, dass auch der letzte CSU wählende Naturfreund erkennt, den christlich-konservativen Reden folgen betonierte Wahrheiten.“ Ziel sei es, mehr Menschen vor die Stadthalle zu bekommen, als in der Stadthalle seien, so der ÖDPler.

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