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Mehrheit für Walter Rauscher

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Den Amtseid legte dritter Bürgermeister Hans Schmidmayer (l.) vor Oberbürgermeister Max Gotz ab. © brückner

13 Referenten gibt es im Stadtrat, um drei von ihnen entwickelte sich ein Streit, bei dem Helga Stieglmeier (Grüne) dem CSU-Mann Walter Rauscher unterlag.

Erding – Obwohl die einzelnen Fraktionen ihre Vorschläge bereits eingereicht hatten und Stieglmeier als Referentin für den neu geschaffenen Bereich Inklusion mit Unterstützung der ÖDP vorgesehen war, die auf den ihr zugedachten Referentenposten zugunsten Stieglmeier verzichtet hatte, brachte CSU-Fraktionsführer Jakob Mittermeier Rauscher ins Spiel, denn die Fraktion nahm es der ÖDP krumm, dass sie verzichtet und nach eigenem Gusto Stieglmeier vorgeschlagen hatte. Der Referent müsse zur Aufgabe passen, argumentierte Mittermeier. Rauscher habe durch seine langjährige Tätigkeit bei der Wasserwacht bewiesen, dass er dafür hoch geeignet sei. Inklusion, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Alltag, sei ein so wichtiges Thema, dass die CSU es aus den eigenen Reihen besetzen wolle. Rauscher sei dafür der beste Mann. Das Umwelt-Referat, das bislang Herbert Maier von den Grünen innehatte, ging an Thomas Schreder (CSU). Der studierte Wild- und Fischereibiologe sowie Kreisjagdverbandsvorsitzender verfüge über das nötige Fachwissen, argumentierte Mittermeier. Günther Kuhn (Grüne) hielt dagegen, dass sein Parteifreund Herbert Maier weitermachen solle, weil er in den vergangenen sechs Jahren bewiesen habe, dass er das Zeug dazu habe. Doch der Stadtrat stimmte anders ab. Zumindest das neu geschaffene Wohnungsreferat wurde Maier zugeschlagen. Die Besetzung der bisherigen Referate blieb gleich. Petra Bauernfeind rückte für die verstorbene Elfriede Steinbacher für die Kindertagesstätten nach, Rainer Mehringer (UWE) bekommt neu das Wirtschaftsreferat, Burkhard Köppen (CSU) kümmert sich um die neu geschaffene Funktion des Hochwasserschutzes. Die fraglichen Ehrenämter wurden mit der Mehrheit aus CSU und SPD der CSU zugeschlagen. In den einzelnen Ausschüssen gab es keine Probleme. Sie wurden so, wie die Vorschlagsliste lautete, abgesegnet. Oberbürgermeister Max Gotz musste Hans Schmidmayer (SPD) als seinen Stellvertreter vereidigen, weil er zwar schon lange im Stadtrat sitzt, aber bisher nur für diese Position den Amtseid abgelegt hatte. Ludwig Kirmair, alter und neuer Vizebürgermeister, hatte die Prozedur schon vor sechs Jahren hinter sich gebracht und musste nicht mehr schwören.ab

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