Mitarbeiter spenden Blut

Spendeten Blut: (v.l.) Prof. Dr. Hans Peter Emslander (Ärztlicher Direktor), Prof. Dr. Rudolf Riepl (Chefarzt Innere Medizin), Dr. Michael Krauth (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe), Gudrun Leifried (stellv. Pflegedirektorin), Dr. Joachim Ramming (Vorstand), Dr. Michael Oßwald (Chefarzt Anästhesie), Dirk Last (Stellvertreter des Vorstands) und Bernhard Behr (stellv. Teamleiter des Blutspendedienstes Erding). Foto: ha

Erding

(ha) – Wussten Sie, dass jeder Zweite mindestens einmal im Leben auf das Blut eines anderen angewiesen ist? Die Chance, dass man selbst einmal in diese Situation gerät, ist für viele sicher überraschend hoch. Um die Sicherstellung der Blutversorgung tatkräftig zu unterstützen, ging das Kreiskrankenhaus Erding mit Klinik Dorfen nun mit gutem Beispiel voran. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) fand eine Blutspendeaktion für Mitarbeiter statt, zu der neben den Mitarbeitern des Krankenhauses auch die Mitarbeiter des Gesundheits-, des Veterinäramtes und der Polizei herzlich eingeladen waren. Um der Spenderknappheit, die vor allem in der Ferienzeit herrscht, aktiv entgegenzutreten, fand im Kreiskrankenhaus Erding in Zusammenarbeit mit dem BRK eine Blutspendeaktion für Mitarbeiter statt. Insgesamt bewiesen 56 freiwillige Spender großes Engagement und kamen zwischen 12 und 18 Uhr in die perfekt hergerichteten Räume des Therapiezentrums im Kreiskrankenhaus, um sich nach ärztlicher Untersuchung einen halben Liter Blut ‚abzapfen’ zu lassen. Besonders hervorzuheben ist hier, dass unter den Spendern 43 Erstspender waren, was die Mitarbeiter des BRK-Blutspendedienstes besonders erfreute. Die Ge- schäftsleitung und die Chefärzte des Kreiskrankenhauses ließen sich die Ge- legenheit ebenfalls nicht nehmen und unterstützten die Aktion tatkräftig. Der Blutspendedienst des BRK war mit dem Ergebnis der Aktion mehr als zufrieden. „Ich freue mich sehr, dass durch die Aktion so viele Mitarbeiter angesprochen wurden und somit eine ganze Menge an freiwilligen Blutspenden zusammengekommen ist. Dies ist vor allem der hervorragenden Organisation des Kreiskrankenhauses zu verdanken“, so Robert Schneider, der Gebietsreferent des BRK. „Wir hoffen auf eine weitere sehr gute Zusammenarbeit.“ Dr. Ramming, Vorstand des Krankenhauses, schloss sich diesen Worten nach der Spende an: „Ich begrüße den Einsatz unserer Mitarbeiter, die sich bei dieser Aktion für die Wiederauffüllung der Blutbestände in Bayern stark gemacht haben. Im Falle eines Falles erwartet schließlich jeder, dass ausreichend Blutkonserven zur Behandlung bereit stehen.“ Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Emslander ist sogar extra aus dem Urlaub ins Kreiskrankenhaus gekommen, um Blut zu spenden. “Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass in den Ferienzeiten weniger gespendet wird, ist diese Aktion des Kreiskrankenhauses vorbildlich“, lobte auch Landrat Martin Bayerstorfer. Im Anschluss an die Spende stand für die Freiwilligen in der Cafeteria des Krankenhauses eine Stärkung bereit. Die unentgeltliche Blutspende sichert die Versorgung von Patienten, die auf Transfusionen von Blutpräparaten angewiesen sind. Selbst während der Urlaubszeit werden in Bayern täglich 2400 Blutkonserven verbraucht. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann, sind die freiwilligen Spender das wichtigste Glied in der Kette zur Blutversorgung. Insgesamt spenden knapp drei Prozent der Deutschen einmal oder mehrmals jährlich Blut – um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, müssten allerdings fünf Prozent der Bevölkerung regelmäßig spenden. So kommt es bei der Versorgung mit Blutpräparaten und Transfusionen immer wieder zu Engpässen. Vor allem im August und September werden die Vorräte oft knapp, so dass mitunter sogar Operationen verschoben werden müssen. Auch in diesem Sommer meldete der Blutspendedienst des BRK einen zunehmenden Mangel an Spendern, demzufolge die Kliniken in Bayern nicht mehr mit aus- reichenden Konserven für alle Blutgruppen beliefert werden können.

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