Biogasanlage

Nachhaltige Energieversorgung in Langenpreising

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Bei Biogas und seiner konsequenten Nutzung nimmt die Gemeinde Langenpreising im Kreis Erding eine Spitzenstellung ein.

Mit der Biogasanlage im Norden des Landkreises nimmt die Gemeinde eine Spitzenstellung ein

Langenpreising – Was nachhaltige Energieversorgung angeht hat die Gemeinde Langenpreising im Norden des Landkreises Erding eine Spitzenstellung erkämpft: Der größte Ortsteil, nämlich Zustorf, könnte theoretisch komplett an einer bestehenden Biogasanlage mit Wärme versorgt werden. 

Eine zweite Biogasanlage bei Langenpreising produziert ebenfalls Wärme für viele Haushalte, und das mit einer Versorgungssicherheit, die allseits Zufriedenheit erzeugt. Das hier nicht noch mehr passiert ist, ist den hohen Investitionskosten für das Leitungsnetz geschuldet. Darüber hinaus gibt es Berechnungen über erhebliche Leitungsverluste. Dass die großen Biogasanlagen wegen ihres gewaltigen Bedarfs an Mais nicht ganz unumstritten sind ist dabei durchaus bekannt. 

Die Kommune selbst geht auch an anderer Stelle mit großem Beispiel voran: Die neu errichtete Grundschule wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe beheizt und im Sommer sogar gekühlt, was erst im März den Bildungsausschuss der Nachbargemeinde Wartenberg, wo Schulraum dringend geschaffen werden muss, mächtig interessiert hat. 

Damit nicht genug: Der kommunale Kindergarten erfüllt Passiv­haus-Standard. Der Schulhausneubau selbst ist ein reiner Holzbau, was wiederum auch aus ökologischer Sicht als beispielgebend angesehen wird. Als wenn das noch nicht genug wäre wird aktuell darüber nachgedacht, nicht nur allen Schwierigkeiten zum Trotz das Nahwärmenetz auszubauen, sondern auch weitere Teile der Stromversorgung auf eine neue Grundlage zu stellen: ­Photovoltaik-Anlagen auf der Kläranlage ist da nur eine Überlegung. 

Ganz neu ist der Gedanke, ein Wasserkraftwerk zu errichten. Hierfür gibt es bereits erste Berechnungen über die mögliche elektrische Leistung, die ein solches Kraftwerk bringen könnte. Immerhin haben die Kommunalpolitiker eine ausreichende Fallhöhe und Durchlaufmenge festgestellt. Ob das alles wirtschaftlich darstellbar ist müssen weitere Überlegungen und Berechnungen zeigen, genügend Stoff also für den neuen Gemeinderat. 

Was die Langenpreisinger von vielen anderen Gemeinden unterscheidet ist, dass sie über ein eigenes Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) verfügen. Damit haben sie die Infrastruktur nicht nur für die Verteilung sondern auch die Einspeisung. Dieses EVU könnte in ganz anderer Weise am Strommarkt tätig werden, wenn die Gemeinde über selbst erzeugten Strom verfügen würde. Diese Gedanken sind im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes aufgekommen, wurden aber trotzdem mit einer für Wahlkampfzeiten ungewöhnlichen Sachlichkeit weiter ­bearbeitet - kw

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