Gelungenes Miteinander

Neujahrsempfang der Aktionsgruppe Asyl in Erding

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Andrea Stiegler (1.v.l.), Doris Kraeker (3.v.l.) und Margot Hoigt (4.v.l.) ehrten verdiente Mitarbeiterinnen der AGA.

Viele kleine Schritte zur Integration

Beim Neujahrsempfang der Aktionsgruppe Asyl (AGA) stand ein Rückblick über die Aktivitäten der letzten Monate im Mittelpunkt. Es ging dem neuen Vorstand zunächst darum, die Räume der AGA in der Alten Post neben dem Erdinger Bahnhof mit Leben zu füllen. Von Dienstag bis Donnerstag können sich Geflüchtete hier aufhalten, Tee trinken und bei Problemen beraten lassen. Am Samstag findet ein Lese- und Konversationskurs statt. Neu ist ein Computerkurs, bei dem Schüler des Korbinian-Aigner-Gymnasiums ihre Computerkenntnisse an Asylbewerber und Senioren gleichzeitig weitergeben. 

Vor Weihnachten lasen, erzählten und musizierten Geflüchtete in Altenheimen in Erding im Rahmen eines Adventkalenders. Jeden Samstag von 12-13 Uhr können alle Erdinger kostenlos eine Suppe genießen im Vorraum der Alten Post. Andrea Stiegler, 3. Vorsitzende, gestaltete den Rückblick mit Humor und Begeisterung. Die 1. Vorsitzende Margot Hoigt betonte, dass alle Angebote für alle hier Lebenden offen stehen würden. Durch einen Austausch mit Einheimischen werden Vorurteile abgebaut und Integration gefördert. Durch Gespräche mit den Behörden konnten einzelne Sachentscheidungen zum Besseren gewendet werden. Anna-Maria Blau stellte das Kunstprojekt „Kunst öffnet Welten“ vor, bei dem Angelika Löwenberg zusammen mit Flüchtlingen aussagekräftige Bilder kreiert hatte, die zum Verkauf standen. In ihrem Schlusswort betonte Doris Kraeker, 2. Vorsitzende, dass sie in der Schule gelernt habe, Menschen nicht nach Aussehen oder Herkunft zu beurteilen, sondern nach ihrem Verhalten. Diese Werte seien heute oft nicht mehr die Grundlage des Handelns. Geflüchtete würden oft pauschal abgelehnt oder kriminalisiert. Sie kritisierte auch Behörden, die bei Fehlern in Formularen Migranten gleich Vorsatz unterstellten. Viele Probleme könnten gar nicht erst entstehen, wenn alle Seiten offen aufeinander zugehen würden.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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