Kinderhaus in Erding

Normalität in der Corona-Zeit als Herausforderung – die Kinder bleiben im Mittelpunkt

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Ein kleines Zeichen der Verbundenheit in einer Zeit, in der Begegnungen selten geworden sind

Montessori-Kinderhaus hält auch in der Krisenzeit den Kontakt zu den Kindern und ihren Familien aufrecht

Erding – An Alltag ist im Montessori-Kinderhaus seit März kaum noch zu denken. Und trotzdem tun die Mitarbeiter alles dafür, dass ein wenig „Normalität“ herrscht. Deshalb ist dort in den letzten Monaten viel passiert. Im Zentrum stand dabei immer die Frage: „Was brauchen Kinder und ihre Familien in dieser herausfordernden Zeit?“ Schnell war klar: Wichtig ist vor allem, mit den Kindern und ihren Familien in Kontakt zu bleiben. 

Dafür haben die Montessori-Mitarbeiterinnen viele Wege gefunden: regelmäßige Emails, Telefonate mit den Kindern und/oder ihren Eltern, Ostergrüße, Muttertags- oder Vatertags-Geschenke per Fahrradkurier und sogar ein persönliches Ständchen für die Geburtstagskinder, natürlich mit nötigem Abstand über den Zaun hinweg. Leiterin Evi Felixberger freut sich, dass es so gut gelungen sei „den so wichtigen Kontakt zu den Kindern und ihren Familien zu halten.“ 

Darüber hinaus gab es auch vor Ort Aktionen, wie den kleinen Steinweg. Jeder, der vorbeikam, konnte sich beteiligen und einen selbstbemalten Stein ablegen. So wuchs daraus ein gemeinsamer Weg. Ein kleines Zeichen der Verbundenheit in einer Zeit, in der Begegnungen selten geworden sind (siehe Foto). Doch was brauchen Familien noch? 

Die aktuelle Zeit ist auch für Familien eine Herausforderung, in der sie Unterstützung brauchen. Tipps für die Zeit zuhause können da helfen, damit ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt. Der Montessori-Verein hat deshalb auf seiner Homepage regelmäßig neues Material – wie Basteltipps, Buchtipps, Videos, Hörbücher oder aktuelle Informationen – angeboten. Besonders wichtig ist dem Kinderhaus in diesem Zusammenhang die Aufklärung. Denn, so Felixberger, wer informiert ist, der kann aktiv werden und sich selbst schützen.

Das hilft vorsichtig zu bleiben und die Angst zu vertreiben. Hilfreich sind in diesem Zusammenhang auch neue Erkenntnisse: Laut dem Robert Koch-Institut sind Kinder seltener von einer Sars-CoV-2-Infektion betroffen als Erwachsene und auch die Weltgesundheitsorganisation betont: Kinder spielen bei der Übertragung des Virus‘ keine große Rolle (Quelle: Tagesschau.de vom 20. Mai).

Seit das Kinderhaus am Brachvogelweg wieder geöffnet ist, wird klar: die Corona-Pandemie verändert auch den zukünftigen Alltag. Es gibt viele Auflagen, die eingehalten werden müssen, gleichzeitig haben die Kinder andere Bedürfnisse, wie z.B. einen großen Bewegungsdrang. Teilweise sind die Kinder wegen der Veränderungen ängstlich, oder sie brauchen jemanden, der ihnen in dieser neuen Situation einfach mal zuhört. 

In all dem eine neue „Normalität“ mit gewohnten Ritualen zu schaffen, ist eine große Herausforderung. Aber es ist eine Schöne. Damit die Kinder auch in Zukunft einen sicheren Ort im Alltag haben, an dem sie im Mittelpunkt stehen - Britt Handt

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